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Nach München: Kauder warnt vor Verrohung im Netz

Kritik an sozialen Netzwerken und Ego-Shooter Nach München: Kauder warnt vor Verrohung im Netz

Propaganda im Netz, Gewalt und Hass in der Gesellschaft: CDU-Politiker Volker Kauder fordet ein Umdenken im Bereich der virtuellen Lebenswelt.

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Volker Kauder sieht die Freiheit im Netz kritisch.

Quelle: dpa

Berlin. Der Vorsitzende der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Volker Kauder (CDU), hat gefordert, nach dem Amoklauf von München neu über die Rolle der sozialen Netzwerke nachzudenken. Der Kampf gegen die Gewalt sei nicht nur Aufgabe der Sicherheitsbehörden allein, sagte Kauder der Zeitung "Welt am Sonntag". "Extremismus, Gewalt und Hass müssen in der Gesellschaft geächtet werden, egal woher diese kommen, ob von links, von Islamisten, aus der rechten Szene oder von anderswo", verlangte der CDU-Politiker.

Die Sprache im Netz sei verroht. "Man hat sich auch fast daran gewöhnt, dass extremistische Propaganda überall im Internet zu finden ist. Darüber müssen wir mehr reden", sagte Kauder. Die Freiheit des Netzes sei kein absoluter Wert: "Es ist unerträglich, dass das Video des Attentäters von Würzburg immer noch im Internet kursiert. Der Mann bekommt damit noch mehr Aufmerksamkeit. Das könnte auch andere zum Nachahmen der Tat verleiten."

Auch Ego-Shooter-Spiele müssten "hinterfragt" werden, erklärte Kauder. "Es gibt für alles Grenzen, wenn Gewalt damit gefördert wird."

Im Münchner Olympia-Einkaufszentrum hatte am Freitagabend nach Polizeiangaben ein Einzeltäter neun Menschen und sich selbst erschossen, weitere 27 Menschen wurden verletzt. Bei dem Schützen handelt es sich den 18-jährigen Deutsch-Iraner David S.. Nach Polizeiangaben besaß er Literatur zum Thema Amoklauf.

epd/RND

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