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Darum bringt Apple das iPhone SE auf den Markt

Neues Einsteigermodell Darum bringt Apple das iPhone SE auf den Markt

Die Nachfrage nach dem iPhone schwächelt. Apple reagiert und bringt ein neues Einsteigermodell auf den Markt. Für seine Verhältnisse geht der Konzern sogar mit dem Preis recht weit herunter.

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Apple-Vice-President Greg Joswiak stellte am Montagabend das iPhone SE vor

Quelle: Justin Sullivan/Getty Images/AFP

Cupertino/Hannover. Zuletzt verlangte Apple für neue iPhone-Modelle mindestens 600 Euro, meistens 700 Euro und mehr. Das ändert sich heute: Das Unternehmen hat am Abend (deutscher Zeit) das iPhone SE vorgestellt, das neue Einsteigermodell des Unternehmens. Es ist kleiner und auch billiger als die iPhone-Modelle der vergangenen zwei Jahre.

Für Apples Verhältnisse ein niedriger Preis

2014 und 2015 hatte Apple jeweils große iPhones vorgestellt, zuletzt das iPhone 6s (4,7 Zoll) und das iPhone 6s Plus (5,5 Zoll). Sie kosten je nach Größe des Speichers zwischen 745 und 1075 Euro. Das iPhone SE ist dagegen vier Zoll klein, und Apple verlangt in Deutschland für das Smartphone zwischen 489 und 589 Euro.

Tim Cook hat ein kleineres iPad Pro und auch das lang erwartete neue 4-Zoll-iPhone vorgestellt. Das letzte iPhone dieser Größe kam 2013 in die Läden. Es wurde daher Zeit für ein neues Einsteigermodell.

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Der Preis ist für Apples Verhältnisse niedrig und die Überraschung des Abends: In den vergangenen Jahren verlangte das Unternehmen mindestens 600 Euro für ein neues iPhone, selbst wenn es wie das 5c technisch auf dem Stand der Vorgängergeneration war. Damit der Preis eines Modells auf etwa 500 Euro sank, musste es dagegen länger auf dem Markt sein – so wie das 5s, das letzte vier Zoll große Gerät des Unternehmens.

Zeit für ein neues Einsteigermodell

Für den Preis gibt es mehrere Gründe, genauso wie für die Größe. Einige nannte Apple am Montag selbst: Der Konzern bot das iPhone 5s bisher immer noch an, obwohl es bereits 2013 vorgestellt worden war – weil es sich immer noch gut verkaufte, 2015 mehr als 30 Millionen Mal. Der Konzern folgerte daraus: Viele Menschen wollen kein großes iPhone kaufen oder sind nicht bereit, dafür 600 Euro oder mehr auszugeben.

Ihnen kann Apple aber irgendwann keine Technik mehr von 2013 anbieten. Deshalb ersetzt das SE ab sofort das 5s. Technisch ist es weitgehend auf dem Stand der 6s-Generation: Das SE hat ihren A9-Prozessor und auch ihre Kamera (Auflösung: 12 Megapixel). Nur die 3D-Touch-Technologie beherrscht Apples neues Einsteiger-Smartphone nicht. Mit ihr kann der Benutzer wie mit einer rechten Maustaste am PC in vielen Apps bestimmte Funktionen schneller aufrufen.

Neues iPhone für die Lücke im Sommer

Das SE ist auch eine Reaktion auf die schwächelnde Nachfrage. Analysten rechnen zum ersten Mal mit einem sinkenden iPhone-Absatz seit 2007. Zwar wächst der Smartphone-Markt weiter. Aber Chinesische Anbieter drängen zunehmend mit Geräten auf den Markt, die technisch ähnlich gut ausgestattet sind wie die Topmodelle von Apple und Samsung, aber billiger sind.

Hinzu kommt: In den vergangenen Jahren stellte Apple immer im Herbst neue iPhone-Modelle vor, also rechtzeitig zum Weihnachtsgeschäft. Zum Ende des Jahres stieg deshalb die Nachfrage, im Frühjahr und Sommer ging sie aber wieder zurück – viele Verbraucher warteten lieber auf das neue iPhone. Das SE könnte deshalb in diesem Jahr die Lücke zwischen iPhone 6s und iPhone 7 schließen.

Das kleine iPad Pro kommt

Offenbar spürt Apple aber nicht nur auf dem Smartphone-Markt, sondern auch auf dem Smartwatch-Markt eine sinkende Nachfrage: Das Unternehmen senkte am Montag den Preis seiner intelligenten Uhr um 50 Dollar in den USA und 50 Euro in Deutschland. Die Preise der Apple Watch beginnen jetzt hierzulande bei 349 Euro.

Außerdem bringt Apple eine kleinere Variante des iPad Pro auf den Markt. Im Gegensatz zum großen Bruder (12,9 Zoll) hat es einen 9,7 Zoll großen Bildschirm, kann aber ebenfalls mit einem Stift (iPen) bedient werden. In Deutschland wird Apples neues Tablet je nach Speichergröße zwischen 689 Euro (32 GB) und 1049 Euro (256 GB) kosten. Für die LTE-Version verlangt das Unternehmen zwischen 839 und 1199 Euro.

Von Andrea Brack und Markus Werning

So lief die Keynote von Apple: Der Liveticker zum Nachlesen

wer/abr

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