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"Zu viel Gehirn in Großaufnahme"

Kritik an Schweizer Tatort "Zu viel Gehirn in Großaufnahme"

"Zu viel Gehirn in Großaufnahme", zu brutal und die Forderung nach weniger Toten und mehr Spannung: Der erste Tatort nach der Sommerpause hat im Netz unterschiedliche Reaktionen hervorgerufen. Viele Tweets gab es vor allem für die Brutalität des Films „Ihr werdet gerichtet“.

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Viele Reaktionen gab es im Netz vor allem für die Brutalität des Films „Ihr werdet gerichtet“.

Quelle: Daniel Winkler

Berlin. Der „Tatort“ mit den Schweizer Kommissaren Liz Ritschard (Delia Mayer) und Reto Flückiger (Stefan Gubser) hat im Netz ein geteiltes Echo ausgelöst. „Ich mochte den Schweizer tatort bis jetzt nie. Gestern hat er mich aber wirklich überzeugt“, schrieb ein Nutzer bei Twitter.

Andere fanden die Krimi-Reihe aber „auch schon mal spannender“. Viele Reaktionen gab es vor allem für die explizite Brutalität des Krimis. Der Täter, gespielt von Antoine Monot Jr., geht mit Scharfschützengewehr und abgefeilten Projektilen ans Werk - was zu geborstenen Schädeln und freigelegter Hirnmasse auf den Bildschirmen der Tatort-Zuschauer führte. Einigen war das zu hart: „Zu viel Gehirn in Großaufnahme kann einem den Abend verderben“, twitterte eine Nutzerin.

 

In der „Bild“-Zeitung rechtfertigte der Regisseur Florian Froschmayer die Szenen: „Wir müssen diese Geschichte verantwortungsvoll erzählen. Dazu gehört auch, alles möglichst realitätsnah darzustellen. Es wäre falsch, das Grauen zu verharmlosen“. Selbstjustiz dürfe es nicht geben - das sei der Grund, warum der Film so hart sei.

Manche nahmen es mit Humor: „Nach Schweiger-Tatort sagten sie mehr Hirn, weniger Tote. Nun ist es auch nicht recht“.

Viele brachten den Täter Monot mit seiner Rolle als Tech-Nick in der Werbung eines Elektronik-Großmarkts in Verbindung. „Ich geh nie wieder ohne schusssichere Weste in einen Saturn“, twitterte ein Nutzer.

Ein anderer schrieb: „Wenn ich das gewusst hätte, dass der Tech-Nick privat so Probleme hat ... man steckt nicht drin“. Monot selbst bedankte sich nach dem „Tatort“ selbst via Twitter für die Reaktionen: „Hey ihr lieben! Danke für die Glückwünsche und Meinung zum neuen
Tatort aus Luzern. Ich habe mich wirklich sehr gefreut!“, schrieb der Schauspieler.

Das sind die Ermittlerteams, die derzeit im „Tatort" auf Verbrecherjagd gehen.

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Beim Publikum war der Krimi für einen Schweizer „Tatort“ vergleichsweise stark: 8,96 Millionen schauten ab 20.15 Uhr zu, ein Marktanteil von 26,7 Prozent.

dpa

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