Menü
Hannoversche Allgemeine | Ihre Zeitung aus Hannover
Anmelden
Netzwelt Künstler protestieren gegen neue Bildersuche von Google
Nachrichten Medien Netzwelt Künstler protestieren gegen neue Bildersuche von Google
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
13:59 07.02.2013
„Verteidige Dein Bild" lautet der Schriftzug des Logos einer Protestseite im Internet, mit der Künstler gegen die neue Google-Bildersuche protestieren. Quelle: dpa (Screenshot vom 07.02.2013)
Berlin

Fotografen und Künstler haben Änderungen bei Googles Bildersuchdienst heftig kritisiert. Google „ignoriert das Urheberrecht und tritt Kreative mit Füßen“, heißt es in einem Video auf der Protestseite „Verteidige dein Bild“ im Internet. Die Unterstützung habe ihn motiviert, „das Ganze notfalls wirklich vor Gericht zu bringen“, sagte der Initiator der Aktion, Michael Schilling, der Nachrichtenagentur dpa am Donnerstag. Der Stein des Anstoßes: Google will Bilder und Fotos künftig in höherer Auflösung auf der Ergebnisseite seiner Bildersuche anzeigen.

Bisher zeigt die Suchmaschine dort nur Miniaturversionen der Fotos. Klickt der Nutzer auf das kleine Bild, wird die Original-Webseite, auf der das Bild veröffentlicht wurde, in einem Rahmen auf der Google-Seite geladen. Dort ist das Bild dann größer zu sehen. In einer Spalte rechts daneben werden von Google zusätzliche Informationen wie die Bildgröße in Pixeln angezeigt. In der neuen Ansicht soll ein Klick auf das Bild nun direkt auf der Google-Ergebnisseite eine größere Version aufrufen.

Ein Google-Sprecher erklärte, dass Bilder so „schneller, schöner im Design und verlässlicher angezeigt werden“. Es sei einfacher, mehrere Bilder hintereinander anschauen. Informationen zur Quelle würden an mehreren Stellen angezeigt. Beispielbildern von Google zeigen die Quelle sowie den Hinweis, „dieses Bild könnte urheberrechtlich geschützt sein“.

„Wir, Betreiber von Webseiten, lassen uns von Google nicht als kostenlose Bildlieferanten einspannen“, halten Künstler dagegen. Mehr als 750 Menschen haben den Aufruf «Verteidige dein Bild» online unterzeichnet. Sie fürchten, dass weniger Nutzer auf die eigentliche Quelle der Fotos – die Webseiten der Künstler selbst – gelangen. Dadurch würden ihnen Werbeeinnahmen verloren gehen. Google bestreitet das: Untersuchungen hätten gezeigt, dass im Gegenteil mehr Menschen auf die Ursprungsseite der Bilder klickten.

Für Nutzer in Deutschland ist die neue Ansicht bislang nur über einen besondern Link verfügbar, der aus das US-Angebot umleitet. Google wolle Neuerungen „so vielen Nutzern wie möglich zugänglich machen; um unterschiedlichen nationalen Gegebenheiten gerecht zu werden, werden dabei auch Anpassungen vorgenommen“, erklärte der Google-Sprecher.

dpa

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Die HAZ freut sich am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Die chinesischen Hackerangriffe auf Medienseiten von Rupert Murdoch reißen nicht ab. Auch in den vergangenen Tagen gab es Attacken auf die Webangebote von Murdochs Konzern News Corp, zu dem auch das „Wall Street Journal“ gehört.

06.02.2013

Tierschutz, die Bestrafung von Kinderschändern, ansprechende Musikvideos – Rechtsradikale werben immer häufiger unter dem Schleier populärer Themen im Web um neue Anhänger. Mit kaschierter Gesinnung versuchen sie, vor allem Kinder und Jugendliche anzulocken.

05.02.2013

Neuer Ärger zwischen Facebook und den Datenschützern ist absehbar: Das Online-Netzwerk will angeblich mit einer neuen App ständig auf den Aufenthaltsort der Nutzer zugreifen. Sie würden so ihre Freunde in ihrer Umgebung sehen und Facebook bekäme wertvolle Daten.

05.02.2013