Volltextsuche über das Angebot:

24°/ 11° wolkig

Navigation:
Studie: Facebook-Verzicht macht glücklicher

Wissenschaftler überrascht Studie: Facebook-Verzicht macht glücklicher

In Dänemark verzichteten Hunderte Menschen eine Woche lang auf Facebook – für eine Studie. Das Ergebnis überraschte sogar die Wissenschaftler: Die Menschen waren ohne Facebook deutlich zufriedener.

Voriger Artikel
Die Verniedlichung der Welt
Nächster Artikel
Bundestag schafft den Routerzwang ab

Der Verzicht auf Facebook macht Menschen glücklicher: Das ist das Ergebnis einer Studie dänischer Wissenschaftler mit 1095 Teilnehmern.

Quelle: Armin Weigel/dpa

Kopenhagen. Im vergangenen Jahr machte das Internet-Unternehmen Facebook ein Experiment mit immerhin fast 700.000 seiner Nutzer: Es drehte einfach mal ein bisschen an den Nachrichten, die sie erhielten, und rückte alles Schlechte ein wenig nach hinten.

Eine Woche ohne Facebook

Wohlmeinende erklärten damals, es gehe Facebook eben um das Glück seiner Nutzer. Sollte das stimmen, hätten Forscher einen Tipp für das Netzwerk: Einfach mal offline gehen, dann geht es den Nutzern wirklich besser.

Das jedenfalls ist das Ergebnis einer Studie des dänischen "Happiness Research Institute" in Kopenhagen. 1095 Teilnehmer rekrutierten die Wissenschaftler – die Hälfte von ihnen mussten eine Woche auf Facebook verzichten. Keine Mitteilungen bekommen, keine Fotos posten. Sieben Tage lang.

Forscher: Ein großer Effekt

Das Ergebnis, sagt Meik Wiking, habe ihn durchaus überrascht. "Ich hatte erwartet, dass wir gar keinen Effekt feststellen würden", erklärt der Leiter des Instituts. Doch da irrten sie. Tatsächlich lag die Lebenszufriedenheit der Offline-Gruppe nach einer Woche, gemessen auf einer Zehn-Punkte-Skala, um einen halben Punkt höher.

"Wenn man bedenkt, dass zwischen den reichsten zehn Prozent der dänischen Bevölkerung und den ärmsten zehn Prozent ein Punkt liegt, dann ist das ein sehr großer Effekt", erklärt Wiking.

Nutzer waren auch zufriedener

Zudem fühlten sich die Ex-Nutzer konzentrierter, verschwendeten nach eigenem Eindruck weniger Zeit und waren zufriedener mit sozialen Kontakten im echten Leben. Facebook könnte also, wenn es nach den Dänen geht, der Menschheit auf einfache Art einen wichtigen Dienst erweisen.

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Netzwelt
60 Jahre ESC: Die deutschen Tops und Flops

60 Jahre ESC? Nicht zwingend eine deutsche Erfolgsgeschichte. Mit "Ein bisschen Frieden" von Nicole 1982 und "Satellite" von Lena 2010 konnte Deutschland den Songcontest nur zwei Mal gewinnen. Hier die Tops und Flops.

Anzeige
Datenschutz im Netz: Diese Begriffe sollten Sie kennen