Volltextsuche über das Angebot:

4 ° / -4 ° wolkig

Navigation:
Le Pen sorgt mit Twitter-Fauxpas für Entsetzen

Brutale IS-Fotos veröffentlicht Le Pen sorgt mit Twitter-Fauxpas für Entsetzen

Die rechtsextreme französische Politikerin Marine Le Pen hat per Twitter drei Gräuelbilder von IS-Opfern veröffentlicht. Nach einem Sturm der Entrüstung ruderte Le Pen zurück - und löschte zumindest ein Foto. Die französische Justiz hat dennoch Ermittlungen eingeleitet.

Voriger Artikel
Gericht lässt WhatsApp abschalten
Nächster Artikel
Polizei: Star-Wars-Spoiler sind keine Straftat

Steht in der Kritik: Die rechtsextreme französische Politikerin Marine Le Pen.

Quelle: dpa

Paris. Nach einem Sturm der Entrüstung hat die rechtsextreme französische Politikerin Marine Le Pen ein Foto des von der Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) ermordeten US-Journalisten James Foley von ihrer Twitter-Seite gelöscht.

"Ich wusste nicht, dass es ein Foto von James Foley war", sagte Le Pen am Donnerstag der Nachrichtenagentur AFP. "Es ist über Google jedem zugänglich. Ich habe heute Morgen erfahren, dass seine Familie von mir verlangt, es zu löschen." Zwei andere Fotos mit IS-Opfern löschte Le Pen aber zunächst nicht.

Le Pen hatte am Mittwoch drei Gräuelbilder von IS-Opfern auf ihrer Twitter-Seite veröffentlicht: Ein Bild zeigte Foleys enthaupteten Leichnam mitsamt dem abgetrennten, blutverschmierten Kopf, ein zweites einen in Brand gesetzten Gefangenen in einem Käfig, ein drittes einen Mann, der von einem Panzer überfahren wird.

Justiz ermittelt gegen Le Pen

Die Fotos versah die FN-Chefin mit dem Satz: "DAS ist der IS." Le Pen reagierte damit auf Äußerungen des bekannten Journalisten Jean-Jacques Bourdin, dem sie vorwarf, Parallelen zwischen dem IS und der FN hergestellt zu haben.

Die Veröffentlichung der Fotos sorgte in Frankreich für Empörung und rief die Justiz auf den Plan: Die Staatsanwaltschaft von Nanterre bei Paris leitete Ermittlungen wegen der "Verbreitung von Gewaltbildern" ein.

In den USA zeigten sich Foleys Eltern entsetzt über das Vorgehen der FN-Vorsitzenden.  "Wir sind zutiefst schockiert über den Gebrauch, der von Jim zum politischen Nutzen von Le Pen gemacht wird, und hoffen, dass das Foto unseres Sohnes, sowie zwei weitere explizite Bilder umgehend zurückgezogen werden", erklärten John und Diane Foley. Die Taten von Le Pen widersprächen allem, wofür ihr Sohn gestanden habe.

afp/zys

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Netzwelt
HAZ-Volontäre gewinnen Medienpreis der Architektenkammer

Mit ihrer multimedialen Berichterstattung über die Wasserstadt Limmer haben die Volontäre der HAZ beim Medienpreis der Bundesarchitektenkammer den ersten Platz belegt.

Datenschutz im Netz: Diese Begriffe sollten Sie kennen