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Lob für Facebook im Kampf gegen Hasskommentare

"Enorme Bemühungen" Lob für Facebook im Kampf gegen Hasskommentare

Mit deutlichen Worten hatte Bundesjustizminister Heiko Maas (SPD) erst vor wenigen Tagen Facebook für den Umgang mit Hasskommentaren kritisiert. Ganz anders sieht dagegen die Freiwillige Selbstkontrolle die Situation - und lobt Facebook für "enorme Bemühungen".

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Foto: Die Sichtweisen auf den Umgang von Facebook mit Hasskommentaren sind verschieden.

Quelle: dpa

Berlin. "Zu wenig, zu langsam und zu oft auch das Falsche": Erst vor wenigen Tagen hatte Bundesjustizminister Heiko Maas (SPD) harte Kritik gegen Löscheingriffe von Facebook im Kampf gegen Hasskommentare im Internet geäußert.

Deutlich positiver fällt das Zwischenurteil der Freiwillige SelbstkontrolleMultimedia-Diensteanbieter (FSM) aus: Die 1997 von Medienverbänden und Unternehmen der Online-Wirtschaft gegründete FSM sieht Facebook beim Umgang mit Hasskommentaren auf einem guten Weg.

Ergebnisse "in den kommenden Monaten"

In den ersten acht Monaten der Zusammenarbeit habe Facebook "enorme Bemühungen" im Kampf gegen Hassbotschaften unternommen, sagte FSM-Geschäftsführer Otto Vollmers am Donnerstag in Berlin dem Evangelischen Pressedienst (epd).

Die Europa-Zentrale des Unternehmens in Dublin zeige "aufrichtiges Interesse und Engagement" an einer Verbesserung. Zugleich mahnte Vollmers: "In den kommenden Monaten müssen jedoch auch konkrete Ergebnisse folgen." Facebook war der FSM im vergangenen November beigetreten.

Die Selbstkontrolleinrichtung soll das soziale Netzwerk beim Umgang mit Hasskommentaren und Internethetze beraten und gemeinsam mit dem Unternehmen Lösungen für besonders schwierige Fälle erarbeiten.

Tiefer Eingriff in Beschwerdestrukturen von Facebook

Nach Angaben von FSM-Geschäftsführer Vollmers finden wöchentliche Gespräche mit dem deutschen Facebook-Büro statt. Mehrere Treffen habe es zudem mit der Dubliner Zentrale gegeben. Dabei sei es zunächst um die rechtlichen Rahmenbedingungen für den Umgang mit Hasskommentaren gegangen. "Nun reden wir über die konkrete Umsetzung des deutschen Rechts in die Facebook-Richtlinien".

Dieser komplexe Schritt nehme auch deshalb einige Zeit in Anspruch, weil er tief in die Beschwerdestrukturen von Facebook eingreife.

epd/RND/zys

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