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Darum bedroht Facebook das offene Netz

Warnung der re:publica-Macher Darum bedroht Facebook das offene Netz

Drei Tage lang wird auf der re:publica über Chancen und Risiken der digitalen Welt diskutiert. Zum Auftakt warnen die Veranstalter vor Plattformen, die "einseitig die Regeln diktieren". Zudem kündigten sie eine Expansion ins Ausland an.

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Rund 8000 Blogger, YouTuber, Politiker, Künstler, Netzaktivisten und Intellektuelle diskutieren auf der re:publica in Berlin über die Zukunft des Internets.

Quelle: Britta Pedersen/dpa

Berlin. Zum Auftakt der zehnten Internet-Konferenz re:publica haben die Macher die Notwendigkeit eines offenen Internets unterstrichen. "Wir machen uns immer mehr abhängig von immer weniger Plattformen, die uns einseitig die Regeln vorgeben", sagte Mitgründer Markus Beckedahl am Montag in Berlin mit Blick auf Netzwerke wie Facebook oder Twitter. 

"Seit der ersten re:publica reden wir über die Vorteile eines offenen Netzes. Aber dieses offene Netz ist bedroht", meinte Beckedahl weiter. So komme es zu einer zunehmenden Überwachung und Kontroll-Infrastruktur, "die wir zulassen". Es gebe nicht mehr die Blogosphäre von früher, wo jeder sein eigenes Blog hatte und selbst die Regeln definierte.

Snowden per Live-Schaltung

Deshalb müsse man darüber diskutieren, "wie wir es schaffen können, trotzdem noch als Bürger, als Menschen mit unseren Grundrechten in diesem Netz kommunizieren zu können", sagte Beckedahl.

Auf der 10. re:publica versammeln sich bis Mittwochabend rund 8000 Blogger, YouTuber und Politiker, Künstler, Netzaktivisten und Intellektuelle. Mehr als 700 Redner stehen auf 17 Bühnen, darunter der US-Soziologe Richard Sennett und Szene-Größen wie Blogger Sascha Lobo.

Deshalb ist das Internet doch nicht kaputt

Ein Interview mit re:publica-Mitgründer Johnny Haeusler finden Sie hier.

Arbeitsministerin Andrea Nahles (SPD) spricht zum Thema Industrie 4.0. Whistleblower Edward Snowden, der sich im Exil in Moskau befindet, soll am Montag live zugeschaltet werden. Einen thematischen Schwerpunkt bildet in diesem Jahr die Virtuelle Realität (VR).

Die re:publica wurde 2007 von den Gründern der Blogs netzpolitik.org und Spreeblick ins Leben gerufen. Am Montag verkündeten die Macher noch ein Novum: So werde die Konferenz in diesem Jahr erstmals ins Ausland expandieren. Am 20. Oktober soll es eine eintägige re:publica im irländischen Dublin geben.

dpa

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