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Michael Mittermeier watscht Mario Barth ab

Facebook-Posting Michael Mittermeier watscht Mario Barth ab

Nach dem Münchner Amoklauf mit zehn Toten meldete sich am Freitag auch der Comedian Mario Barth zu Wort. Für seinen Facebook-Beitrag muss der Berliner jetzt heftige Kritik von seinem Kollegen Michael Mittermeier einstecken.

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Michael Mittermeier (l.) hat heftig auf einen Beitrag von Comedian Mario Barth reagiert.

Quelle: dpa/Montage

Hannover. "Ich bin sprachlos", schrieb der Comedian Mario Barth am Freitagabend nach dem Münchner Amoklauf bei Facebook. In dem sozialen Netzwerk drückte der Berliner nicht nur sein Entsetzen über die Bluttat aus, sondern teilte auch seine Sicht über die politische Lage in Deutschland. Bundesinnenminister Thomas de Maizière (CDU) warf er vor, die Bevölkerung in Sicherheit zu wiegen. Er bezog sich dabei auf eine Aussage, die der Politiker im Zusammenhang mit der Ländespielabsage in Hannover im November 2015 gemacht hatte.

Offenbar rechnete der 43-Jährige bereits im Vorfeld damit, dass sein Beitrag polarisieren würde. "Es wird immer schwieriger zu schreiben, wie man etwas empfindet, da man entweder dann ein 'Hetzer', ein 'Angstverbreiter', ein 'Natzi', ein 'Publizist' oder ein 'Idiot' ist. Ich versuche es trotzdem", rechtfertigte er sich in seinem mit Rechtschreibfehlern gespickten Beitrag.

Michael Mittermeier platzt der Kragen

Genau diese vermeintliche Berechnung war für seinen Kollegen, den Comedian Michael Mittermeier, Anlass für heftige Kritik. Auch er sei "sehr geschockt von den aktuellen schlimmen Ereignissen der letzten Wochen", schrieb Mittermeier am Dienstag bei Facebook. Barths Beitrag bezeichnete der 50-Jährige als "Fan-Fischen am billigen Rand" mit "Best-Of-Besorgte-Bürger-Floskeln" und warf ihm "billige Stimmungsmache" vor. Gleichzeitig machte sich Mittermeier über die zahlreichen inhaltlichen und grammatikalischen Fehler lustig.

Zum Schluss riet Mittermeier seinem Kollegen in Anlehnung an den Aufdruck eines Fanshirts: "Janz wichtig! Fresse halten angesagt. Lieber Mario, hier geht es nicht um eine Autobahnbrücke bei der Steuergelder verschwendet wurden. Hier geht es um den Zusammenhalt und das Weiterbestehen unserer Gesellschaft mit Besonnenheit und Würde."

Facebook-Streit geht in die nächste Runde

Am Mittwoch meldete sich Mario Barth noch einmal bei Facebook zu Wort. Statt sich aber ein Wortgefecht mit Mittermeier zu liefern, ging er gegenüber der Darstellung seines Postings in den Medien in die Offensive: "Wie geil einige 'Medien' sich über meinen letzten Post aufregen. Es geht haubtsechlich um die Rechtschreipung , weniger um die Tatsache, das die Welt sich verändert hat", schrieb er. In einem Nachtrag äußerte er sich dann doch zu den Worten seines Kollegen: "Ich finde Michael Mittermeier trotzdem gut", fügte er hinzu.

RND/are

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