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Netzwelt Microsoft entschädigt Nutzerin für Zwangsupdate
Nachrichten Medien Netzwelt Microsoft entschädigt Nutzerin für Zwangsupdate
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12:38 28.06.2016
Microsoft entschädigt erstmals eine Nutzerin für ein sogenanntes Zwangsupdate auf das neue Betriebssystem Windows 10. Quelle: EPA/MICROSOFT
Seattle/Hannover

Microsoft versucht mit allen Mitteln, seine Kunden zum Umstieg auf Windows 10 zu bewegen – und verärgert damit viele Nutzer. Zunächst beklagten sich Menschen darüber, dass immer wieder ein Fenster öffnet und dazu auffordert, die neue Version des Betriebssystems zu installieren. Das passierte sogar mitten in den Fernsehnachrichten, als eine Moderation den Wetterbericht zeigte.

Dann beschwerten sich Nutzer darüber, dass ihr Computer plötzlich einen Neustart durchführt und Windows 10 selbstständig installierte. So etwas erlebte auch Teri Goldstein, wie die Geschäftsfrau der "Seattle Times" berichtete. Allerdings sei der Computer anschließend abgestürzt und sei tagelang nicht mehr benutzbar gewesen.

Erstmals Entschädigung für Zwangsupdate

Microsoft entschädigt deshalb erstmals eine Nutzerin für ein sogenanntes Zwangsupdate auf das neue Betriebssystem. Der Software-Konzern war zunächst gegen ein Urteil in Berufung gegangen, einigte sich dann jedoch mit Teri Goldstein aus Kalifornien auf eine Zahlung von 10.000 Dollar.

Die Frau aus Sausalito hat demnach glaubhaft machen können, dass das Upgrade auf das neue Betriebssystem fehlerhaft war und ihren Rechner für Tage unbrauchbar gemacht habe. "Ich habe nie von Windows 10 gehört", erklärte sie. "Niemand hat mich gefragt, ob ich ein Update möchte."

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Wie die Zeitung berichtet, führt die Frau ein Reisebüro und setzt den Computer für ihr Geschäft ein. Goldstein habe sich an den Support von Microsoft gewandt, dieser habe ihr aber nicht helfen können. Daraufhin habe sie entschieden, Microsoft wegen entgangener Einnahmen und entstandener Kosten zu verklagen.

Der Rechtsstreit sei bereits vergangenen Monat beigelegt worden, schrieb die "Seattle Times". Microsoft betonte, dass die Zahlung kein Schuldeingeständnis sei. Das Unternehmen habe nur Kosten für einen weiteren Rechtsstreit vermeiden wollen, sagte eine Sprecherin der Zeitung.

Bis Ende Juli noch kostenlos

Auch in Deutschland hatten sich vielfach Nutzer über ein automatisches Update auf Windows 10 beschwert. Verbraucherschützer störten sich daran, dass Microsoft ein bis zu sechs Gigabyte großes Installationspaket auf der Festplatte ablege – ohne das Wissen und die Zustimmung der Nutzer.

Bis Ende Juli bietet Microsoft das System für Nutzer von Windows 7 und höher bei einem Upgrade noch kostenlos an, danach soll die Software rund 120 Dollar kosten. Das hatte das Unternehmen im Mai angekündigt.

dpa/RND/wer

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