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Netzwelt So gut ist Samsungs neues Top-Smartphone
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12:37 22.02.2016
Evolution statt Revolution: Samsung hat das Galaxy S7 und das Galaxy S7 Edge gegenüber der Vorgängergeneration in wenigen, aber wichtigen Punkten verbessert. Quelle: EPA/Alberto Estévez
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Barcelona

Samsung hat auf dem Mobile World Congress (MWC) in Barcelona sein neues Top-Smartphone vorgestellt. Das Unternehmen bietet es auch weiterhin in zwei Ausführungen an: als S7 und als S7 Edge mit abgerundeten Kanten. Am Aussehen änderte Samsung kaum etwas. Die Kamera auf der Rückseite ragt aber nicht mehr so deutlich aus dem Gehäuse hervor. Das war einer der Kritikpunkte am Vorgänger S6 und S6 Edge gewesen.

Bessere Kamera, neuer Prozessor und ein erweiterbarer Speicher: Auf dem Mobile World Congress hat Samsung das Galaxy S7 und das S7 Edge vorgestellt.

Ein anderer: Der Speicher ließ sich nicht erweitern. Das hat Samsung geändert - sogar auf eine elegante Weise: Oben am Smartphone ist ein Schacht für eine MicroSD-Karte. Der 32 Gigabyte große Speicher des Smartphones lässt sich dadurch um bis zu 200 Gigabyte erweitern. Bei anderen Geräten muss dafür der Deckel abgenommen und die Batterie herausgenommen werden. Beim Samsung Galaxy S7 und S7 Edge öffnet der Benutzer einfach den Schacht und schiebt eine Micro-SD-Karte hinein.

Samsung verbessert den Autofokus der Kamera 

Das S7 und das S7 Edge sind außerdem wasser- und staubdicht nach dem Militärstandard IP68. Auch das war bei der Vorgängergeneration vermisst worden. Genauso wie ein auswechselbarer Akku - diesen Wunsch erfüllt Samsung aber weiterhin nicht. Das Gehäuse lässt sich nicht abnehmen. Der Nutzer muss mit dem eingebauten Akku auskommen. Er hat eine Kapazität von 3000 Milliamperestunden beim S7 und 3600 Milliamperestunden beim S7 Edge. Ein Samsung-Manager versicherte aber, dass der Kunde eine Staffel "Games of Thrones" auf auf seinem Smartphone schauen könne.

Das Unternehmen hat auch den Autofokus verbessert. Beim Ausprobieren nach der Präsentation stellte die Kamera tatsächlich die ausgewählten Motive innerhalb kurzer Zeit scharf. Außerdem sollen dem Nutzer bei schlechtem Licht bessere Bilder gelingen, weil die Sensoren auf dem 12-Megapixel-Fotochip 56 Prozent größer sind als beim Vorgänger. Schließlich baute Samsung einen neuen Prozessor ein. In Europa wird das Unternehmen das Smartphone mit einem bis zu 2,3 GHZ schneller Achtkern-Chip seiner Exynos-Reihe ausliefern. Er soll soll bis zu 30 Prozent mehr Leistung bringen als der Vorgänger.

Smartphone lässt sich in VR-Brille verwandeln

Neu ist auch eine Funktion, mit der Samsung die Bedienung des größeren S7 Edge erleichtern will: Der Nutzer kann von außen eine Menüleiste heranziehen, in der er oft verwendete Apps oder Kontakte findet. Ob sich das Smartphone damit aber tatsächlich einhändig bedienen lässt, bleibt abzuwarten. Das ist bei einem Phablet einfach schwierig: Der Bildschirm des S7 Edge hat nun einmal eine Diagonale von 5,5 Zoll. Das S7 ist nur etwas kleiner (5,1 Zoll). Die Bildschirme haben eine Quad-HD-Auflösung von 2560 mal 1440 Pixeln (577 ppi)

Samsung verkauft die beiden Smartphones ab dem 11. März. Das S7 kostet 699 Euro, das S7 Edge 799 Euro. Wer sie in den nächsten Tagen vorbestellt, bekommt das Gehäuse Gear VR kostenlos dazu. Damit wird das Smartphone zur VR-Brille. Die passenden Filme dafür kann der Nutzer bald auch selbst drehen: Samsung hat die Rundumkamera Gear 360 vorgestellt. Einen Preis nannte das Unternehmen aber noch nicht. Die Kamera besteht aus zwei 15-Megapixel-Kameras, die einen Sichtbereich von etwas mehr als 180 Grad Grad abdecken und zusammen die Rundumsicht ermöglich. In einem Werbevideo sah das beeindruckend aus, im ersten eigenen Ausprobieren danach weniger.

Samsung sieht in der virtuellen Realität den nächsten großen Trend, und damit ist das Unternehmen aus Südkorea nicht allein. Der Smartphone-Anbieter arbeitet dafür mit Facebook zusammen. Einzelheiten wurden noch nicht bekannt. Aber Facebook-Chef Mark Zuckerberg ist das Thema offensichtlich wichtig. Er trat als Überraschungsgast bei Samsung Produktvorstellung auf und schwärmte von den Möglichkeiten der virtuellen Realität: Mit der Technik könne er den Großeltern seiner Tochter nicht nur deren erste Schritte in einem Film zeigen - mit VR würden sie den Eindruck bekommen, als wären sie selbst dabei gewesen.

Von Markus Werning

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