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Vodafone berechnete Tausenden Kunden zu viel

Gebühren für mobiles Internet Vodafone berechnete Tausenden Kunden zu viel

Es fiel erst nach Monaten auf: Der Mobilfunkanbieter Vodafone hat Tausenden Kunden zu viel dafür berechnet, dass sie mit ihrem Smartphone unterwegs ins Internet gehen konnten. Das Unternehmen will den Betroffenen die Kosten erstatten, versicherte ein Sprecher.

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Vodafone musste einräumen, dass der Mobilfunkanbieter Tausenden Kunden die mobile Internetnutzung falsch berechnete.

Quelle: Federico Gambarini/dpa

Düsseldorf. Irgendwann wurden die Mitarbeiter des Mobilfunkportals "areamobile" stutzig. Sie hatten zwei Prepaid-SIM-Karten von Vodafone erworben, nutzten diese aber nicht – trotzdem habe der Mobilfunkanbieter regelmäßig Geld vom Guthaben abgezogen, berichteten sie am Dienstag. Und wie sich herausstellte, als sie Vodafone mit ihrer Beobachtung konfrontierten, müssen viele Kunden des Unternehmens diese Erfahrung gemacht haben.

Der Konzern hat über mehrere Monate Kunden ungerechtfertigt Datenpakete berechnet, wie ein Sprecher des Konzerns auf Anfrage bestätigte. Bis zu 47.000 Kunden könnten davon betroffen sein: 14.000 Prepaid-Kunden und 33.000 Vertragskunden. Der Grund dafür sei ein technischer Fehler gewesen, der mittlerweile aber abgestellt worden sei, sagte der Sprecher weiter. Das Unternehmen werde die zu viel gezahlten Beträge erstatten.

Schaden wird noch geprüft

Den Abrechnungsfehler erklärte der Firmensprecher wie folgt: Das Mobilfunknetz schicke regelmäßig sogenannte Signalisierungspaket an das Smartphone des Nutzers, um den Kontakt zu halten, auch dann, wenn der Kunde nicht im Netz surfe. Diese Signalisierungspakete seien den Kunden in den vergangenen Monaten fälschlicherweise berechnet worden, sagte der Sprecher, obwohl sie lediglich dazu dienen, den Mobilfunkdienst bereitzustellen.

Ein Signalisierungspaket sei aber nur wenige Byte groß, sagte der Sprecher weiter, und den Kunden sei jedes Mal nur 9 Cent berechnet worden. Zwar habe sich das summiert, aber insgesamt nur auf einen vierstelligen Betrag über den gesamten Zeitraum und alle betroffenen Kunden hinweg. Im Durchschnitt sei den Prepaid-Nutzern jeweils lediglich "deutlich unter einem Euro" zu viel von ihrem Guthaben abgezogen worden, sagte der Sprecher. Im Fall von "areamobile" waren es rund 5 Euro.

Den 14.000 betroffenen Prepaid-Kunden werde der zu viel berechnete Betrag gutgeschrieben, kündigte der Firmensprecher an. Welchen Schaden die 33.000 betroffenen Vertragskunden hatten, werde dagegen noch geprüft. Sofern sie eine Internet-Flatrate haben, wurde ihnen kein einzelnes Datenpaket berechnet. Eventuell haben sie aber durch den Abrechnungsfehler ihr Datenvolumen früher ausgeschöpft als sonst. Das will Vodafone noch klären. Sollten Kunden Fragen dazu haben, könnten sie sich an den Kundendienst wenden, sagte der Sprecher.

wer

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