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Firefox zieht den Smartphone-Stecker

Betriebssystem gescheitert Firefox zieht den Smartphone-Stecker

Der Firefox-Entwickler Mozilla räumt das Scheitern seines hauseigenen Betriebssystems im Smartphone-Markt ein. Der Anteil am Smartphone-Geschäft blieb weit hinter Android und Apple zurück.

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Telefone mit dem Betriebssystem Firefox OS sollen nicht mehr über Mobilfunk-Anbieter vertrieben werden.

Quelle: Andreas Gebert/dpa

San Francisco. Telefone mit dem Betriebssystem Firefox OS sollen nicht mehr über Mobilfunk-Anbieter vertrieben werden, erklärte Mozilla-Manager Ari Jaaksi am späten Dienstag dem Technologie-Blog "TechCrunch". In der Zukunft solle es aber "neue Experimente" mit vernetzten Geräten geben.

Mozilla hatte Firefox OS im Jahr 2013 vorgestellt. Die Telefone waren als günstige Smartphones zunächst vor allem für Entwicklungs- und Schwellenländer gedacht. Sie wurden unter anderem in Lateinamerika, in Afrika und in Europa zum Beispiel in Polen auf den Markt gebracht. Allerdings wurden auch Smartphones mit dem dominierenden Google-System Android immer günstiger, was Firefox OS schnell den Wind aus den Segeln nahm.

Der Anteil am Smartphone-Geschäft blieb mikroskopisch. Zugleich laufen aber auch vernetzte Fernseher von Panasonic mit Firefox OS. Noch im Juni hatte Mozilla-Chef Chris Beard für die neue Version von Firefox OS "Ignite" neue Ziele vorgegeben. Die Idee eines 25-Dollar-Smartphones war vom Tisch. Das System solle nicht mehr vor allem auf Billig-Smartphones zielen und auch auf anderen vernetzten Geräten laufen, hieß es.

Schwierigkeiten bei der Weiterentwicklung

Doch schon damals zeichneten sich Schwierigkeiten bei der Weiterentwicklung ab. So hatte der für die Firefox-OS-Entwicklung zuständige Technikchef Andreas Gal, ein ungarisch-deutscher Informatiker, die Organisation in Richtung eines Start-ups verlassen.

Bei den Smartphone-Verkäufen dominiert Android mit einem Marktanteil von über 80 Prozent. Apple kommt mit seinem iPhone auf rund 15 Prozent, sichert sich aber den Großteil der Gewinne in der Branche, weil der Konzern auf günstige Geräte verzichtet. Andere Betriebssysteme haben es schwer. Microsoft mit seinem Windows Phone kam in der jüngsten Rangliste des IT-Marktforschers IDC gerade einmal auf 2,2 Prozent.

Firefox OS kam bei IDC zusammen mit weiteren Systemen in die Rubrik "Andere" mit einem gemeinsamen Marktanteil von 0,8 Prozent. Die kleinen Anbieter kämpfen mit massiven Problemen. Der Smartphone-Pionier Blackberry erwägt, das eigene System im Smartphone-Markt aufzugeben und auf Android umzusteigen. Die Firma Jolla, die auf Basis einer Nokia-Entwicklung das System Sailfish vermarktet, will sich in einer Insolvenz sanieren.

dpa/are

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