Volltextsuche über das Angebot:

24 ° / 17 ° Regenschauer

Navigation:
NPD blamiert sich auf Facebook

Mit Wahlplakat NPD blamiert sich auf Facebook

Die NPD hat auf Facebook für ihre Politik werben wollen – das ist jedoch nach hinten losgegangen. Jetzt lacht das Netz über ein Wahlplakat der Rechtsradikalen. Nur sie selbst wollen den Fehler nicht einsehen.

Voriger Artikel
Yahoo plant massiven Stellenabbau
Nächster Artikel
Das will Deutschland über Hannover wissen

Screenshot des Facebook-Postings der NPD Rheinland-Pfalz: Im zweiten Entwurf ergänzten die Rechtsradikalen ihre Internetadresse unten – um beide Botschaften zu trennen.

Quelle: Facebook / NPD Rheinland-Pfalz

Mainz. Die NPD wirbt gerne mit plakativen Forderungen für ihre Politik. Für Erklärungen hat sie auf ihren Wahlplakaten keinen Platz. Auch die NPD Rheinland-Pfalz nicht. Sie hat auf Facebook ein Plakat veröffentlicht, auf dem ein Flugzeug abgebildet ist. Darüber steht: "Konsequent abschieben." Und darunter: "Unser Volk zuerst."

Gegner spotten: "Super Wahlplakat"

Nun wundern sich einige Facebook-Nutzer. Und viele lachen. Bisher wollte die NPD alle anderen Menschen abschieben – will sie jetzt plötzlich ihre eigenen Anhänger loswerden? Setzt sie sich etwa für die Forderung "Nazis raus!" ein? "Super Wahlplakat", schreibt ein Nutzer. "Wenn man das ganze Nazipack abschiebt, kann man Flüchtlingen wenigstens helfen, ohne von Hohlbirnen dumm angemacht zu werden."

Aus Sicht der NPD kann man die Botschaft des Plakats natürlich nicht missverstehen. "Wer uns kennt, weiß, wo die Kernkompetenz der NPD liegt", sagte Markus Walter, Vorsitzender des NPD-Landesverbands Rheinland-Pfalz, der "jetzt"-Redaktion der "Süddeutschen Zeitung".

NPD hält am Motiv fest

Die Rechtsradikalen verstehen die Aufregung nicht. Sie sehen auch kein Missverständnis. Sie hätten im Landesvorstand Experten, die sich um die Wahlplakate und Facebook kümmerten. "Wir hatten sieben Entwürfe für das Plakat", sagte Walter zu "jetzt". "Und haben uns dann mehrheitlich für diesen entschieden."

Am Mittwoch posteten die Rechtsradikalen das Plakat dann ein zweites Mal auf ihrer Facebook-Seite – allen Kritikern zum Trotz. Sie änderten nichts, ergänzten aber ihre Internetadresse. Damit niemand mehr die beiden Botschaften zusammen liest. Das ist auch eine Art von Eingeständnis.

wer

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Netzwelt
So schön ist "Pokémon Go" in Hannover

Schon bevor Pokémon Go in Deutschland offiziell erschienen war, ist auch in Hannover das Pokémon-Fieber ausgebrochen. In einer Bildergalerie zeigen wir Ihnen, wo welche Pokémon bereits gesehen wurden und welche Pokéstops einen Besuch Wert sind. Sie haben Tipps und Tricks für uns? Dann schicken Sie uns doch einfach Ihre Hinweise. Dann aktualisieren wir die Galerie. 

Anzeige
Datenschutz im Netz: Diese Begriffe sollten Sie kennen