Volltextsuche über das Angebot:

11 ° / 6 ° Sprühregen

Navigation:
Wikileaks stellt fast 300.000 AKP-Mails Online

Nach Putschversuch in der Türkei Wikileaks stellt fast 300.000 AKP-Mails Online

Die Enthüllungsplattform Wikileaks hat rund 300.000 E-Mails aus den Archiven der türkischen Regierungspartei AKP veröffentlicht – und damit die türkischen Behörden auf den Plan gerufen, die den Zugang zu den Dateien am Mittwoch umgehend sperrten.

Voriger Artikel
WhatsApp-Blockade wieder aufgehoben
Nächster Artikel
Lob für Facebook im Kampf gegen Hasskommentare

Datenleck in der türkischen Regierung: Die Enthüllungsplattform WikiLeaks hat knapp 300.000 E-Mails der AKP veröffentlicht.

Quelle: Will Oliver/dpa (Symbolbild)

Ankara. WikiLeaks hat Hunderttausende E-Mails der türkischen Regierungspartei AKP veröffentlicht. Die Unterlagen, die aus den Jahren 2010 bis 2016 stammen, erhielt Wikileaks nach eigenen Angaben vor dem Umsturzversuch vom vergangenen Wochenende, bei dem mehr als 300 Menschen getötet wurden.

"Wikileaks hat die Veröffentlichung als Reaktion auf die Säuberungen der Regierung nach dem Putsch vorgezogen", erklärte die Enthüllungsplattform. Die Quelle sei "in keiner Hinsicht" mit den Drahtziehern des Umsturzversuches verbunden.

Türkische Regierung spricht von "Verletzung der Privatsphäre"

Die türkische Regierung begründete das Blockieren des Zugangs zu den Dokumenten damit, dass es sich um eine "Verletzung der Privatsphäre" und die "Veröffentlichung illegal erhaltener Daten" handle.

Nach dem gescheiterten Militärputsch vom Wochenende wurden in der Türkei tausende Menschen festgenommen, denen eine Nähe zu den Putschisten nachgesagt wird. Zudem wurden rund 50.000 Mitarbeiter des öffentlichen Dienstes entlassen oder suspendiert, darunter tausende Richter und Staatsanwälte und mehr als 15.000 Bedienstete des Bildungssektors.

Wikileaks wurde 2006 gegründet. Weltweit bekannt wurde die Enthüllungsplattform 2010 durch die Veröffentlichung von tausenden Dokumenten aus US-Militärarchiven über die Kriege in Afghanistan und im Irak.

afp/RND

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Netzwelt
HAZ-Volontäre gewinnen Medienpreis der Architektenkammer

Mit ihrer multimedialen Berichterstattung über die Wasserstadt Limmer haben die Volontäre der HAZ beim Medienpreis der Bundesarchitektenkammer den ersten Platz belegt.

Datenschutz im Netz: Diese Begriffe sollten Sie kennen