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"Enke"-App soll depressiven Menschen helfen

Robert-Enke-Stiftung "Enke"-App soll depressiven Menschen helfen

Mit einem SOS-Knopf für den Ernstfall: Eine neue App soll depressive Menschen davor bewahren, sich das Leben zu nehmen. Mit diesem Programm „hätte ich ihm vielleicht helfen können“, sagt Robert Enkes Witwe Teresa Enke.

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Robert Enkes Witwe Teresa Enke stellte am Montag die App vor, mit der depressiven Menschen geholfen werden soll.
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Quelle: dpa

Hannover. Hilferuf auf Knopfdruck, Informationen zur Krankheit und ein Selbst-Test: Unterstützung für depressive Menschen und deren Angehörige gibt es ab sofort in Form der „EnkeApp“. Die haben Teresa Enke, DFB-Präsident Reinhard Grindel und Nationalmannschaftsmanager Oliver Bierhoff am Montag in Hannover vorgestellt. Das Programm fürs Handy zeigt Erkrankten einen Weg aus der Depression auf und soll im Notfall sogar Leben retten. 

Sieben Jahre ist es her, dass sich der frühere Nationaltorwart Robert Enke das Leben nahm. „Leider habe ich damals nicht gewusst, wo Robert war. Mit dieser App hätte ich es gewusst und hätte ihm vielleicht helfen können“, sagte Teresa Enke am Montag.

Mit dem Smartphone-Programm will die Robert-Enke-Stiftung depressiven Menschen und ihren Angehörigen helfen. „Ich denke, dass das Daddeln mit dem Smartphone künftig von großem Nutzen sein kann“, sagte Enkes Witwe – sie ist die Vorsitzende der Robert-Enke-Stiftung. „Über das Smartphone erhoffen wir uns, noch mehr Menschen zu erreichen. Wir wollen die Nutzer aus der Isolation holen.“

Mit SOS-Knopf für den Ernstfall

Mit dem Handy-Programm erhalten Benutzer „umfangreiche Informationen zur Volkskrankheit Depression“, heißt es in der App. Außerdem können Betroffene Kontaktpersonen angeben, um ihnen einen Hilferuf zu schicken, wenn sie sich hilflos fühlen. Im Ernstfall können die Benutzer aber auch direkt die Rettungskräfte über die App rufen.

„Einmaliges Drücken des SOS-Knopfes für ca. zwei Sekunden genügt, um einen Alarm abzusetzen“, steht im Handy-Programm dazu. „So kannst Du diskret Hilfe anfordern. Das bedeutet: Du musst nicht erst eine Sprechverbindung aufbauen, geschweige denn deinen Ort benennen können und Angaben zu deiner Person machen.“

„Robert konnten wir nicht retten. Dich schon.“

Die Notrufzentrale nehme den Anruf entgegen und leite „die entsprechenden Hilfsmaßnahmen ein“. Über die GPS-Lokalisierung könnten die Hilfskräfte den Betroffenen , erklärte die Stiftung. Auf der Pressekonferenz hieß es dazu: „Robert konnten wir nicht retten. Dich schon.“

Robert Enke hatte am 10. November 2009 Suizid begangen. Der damalige Torhüter von Hannover 96 litt unter Depressionen. DFB-Präsident Reinhard Grindel lobte insbesondere den Einsatz der Stiftungsvorsitzenden: „Sie ist der Kopf und das Herz der Stiftung.“

wer/lis

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