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Briten googlen, was der Brexit bedeutet

Nach dem Referendum Briten googlen, was der Brexit bedeutet

Erst nach dem EU-Referendum haben sich viele Briten gefragt: "Was passiert, wenn wir die EU verlassen?" Andere zogen am Freitag bereits Konsequenzen aus dem Brexit und informierten sich, wie wie sie nach Irland auswandern können. Das zeigt eine Auswertung der Google-Suchanfragen in Großbritannien.

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"Was passiert, wenn wir die EU verlassen": Diese Frage stellten sich viele Briten erst, nachdem sich die Mehrheit für einen Brexit abzeichnete. Das zeigt eine Auswertung von Google.

Quelle: dpa/Google/Screenshot

London. Das Ergebnis des Referendums lässt viele Menschen in Großbritannien ratlos zurück. In ihrer Not wandten sie sich am Freitag an Google."Was passiert, wenn wir die EU verlassen?", wollten viele Briten von der Suchmaschine wissen.

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Allerdings beschäftigte sie diese Frage erst, als die Wahllokale schon geschlossen hatten: Nach Mitternacht stellte Google einen Anstieg der Suchanfrage "What happens if we leave the EU" um 250 Prozent fest.

Wussten viele Briten vorher nicht, worüber sie gerade abgestimmt hatten? Oder wurde ihnen da erst bewusst, dass die EU-Gegner gewinnen würden? Das lässt Googles Suchstatistik offen. Die Suchmaschine weiß nicht, wer nach etwas gegoogelt hat und warum. Aber Google hat noch andere Auffälligkeiten festgestellt.

Am Freitagmorgen wollten viele Briten natürlich wissen, wie das Referendum ausgegangen ist. "Sind wir drin oder raus aus der EU?": Diese Suchanfrage sprang um 2450 Prozent nach oben, wie die Trend-Auswertung von Google ergab.

Bald erkundigten sich viele Briten dann nach den möglichen Konsequenzen – und wie sie selbst am besten mit dem Brexit umgehen können:

  • Nachdem sich das Ergebnis des Referendums abzeichnete, informierten sich doppelt so viele Nutzer als zuvor darüber, wie man Bürger der Republik Irland werden kann, die zur Europäischen Union gehört.

  • Auf einmal wurde sechsmal häufiger nach "Gold kaufen" gesucht. Das war wahrscheinlich eine Reaktion auf den Kurssturz des britischen Pfunds. Es sank auf den tiefsten Stand seit 1985.

  • Nach dem Referendum wollten viele Londoner wissen, wie sie nach Gibraltar umziehen können. Die Suchanfrage stieg um 680 Prozent. In London hatte sich eine Mehrheit für einen Verbleib in der EU ausgesprochen. Gibraltar gehört zu Großbritannien, aber Spanien erhebt Ansprüche auf die britische Exklave.

Vor dem Referendum wussten viele Briten noch gar nicht, wie sie abstimmen werden. Und wo sie es können. Schon da wandten sie sich an Google, wie die Auswertung zeigt, und fragten: Wie stimme ich beim EU-Referendum ab? Wer kann abstimmen? Wann ist das Referendum? Wo kann man abstimmen?

Viele Menschen informierten sich auch darüber, wie viel Geld von Großbritannien an die EU überwiesen wird und was die EU eigentlich ist. Sie suchten außerdem nach Gründen dafür, warum Großbritannien in der EU bleiben oder warum das Land austreten solle. Und viele wollten auch da schon wissen, was der Brexit überhaupt ist.

Am Freitag explodierte das Interesse nach den Folgen eines Austritts aber geradezu.

dpa/RND/wer

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