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Nachrichten bei WhatsApp verschlüsselt versenden - was heißt das?

Datenschutz Nachrichten bei WhatsApp verschlüsselt versenden - was heißt das?

Nachdem es lange Jahre Bedenken gegeben hatte, dass die Chatverläufe bei WhatsApp nicht vertraulich seien, hat der Hersteller reagiert und eine Verschlüsselung eingerichtet. Was das konkret bedeutet, erfahren Sie hier.

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Quelle: @ Borakovskyy - depositphotos.com

Viele Nutzer haben die wohl wichtigste Neuerung bei WhatsApp nur anhand von kleinen Meldungen in den Chatfenstern mitbekommen: Hier stand irgendwann, dass die Nachrichten der beiden Nutzer, die in diesem Chat kommunizieren, von jetzt an verschlüsselt übermittelt werden. Das ist insofern eine erfreuliche Nachricht, als dass seitdem niemand mehr bei dem Nachrichtendienst die Texte mitzulesen vermag. Auch Speicherungen bringen nichts, da die Texte sich ausschließlich mit den Codes der beiden Endgeräte entschlüsseln lassen. Seit der Einführung der Verschlüsselung könnte also auch die Polizei nicht mehr auf Herausgabe von Chatprotokollen drängen – sie bestehen ohne den passenden Code nur aus Zahlen- und Buchstabengewirr. Den richtigen Code zu errechnen, dauert beim aktuellen Stand der Verschlüsselung mehrere Jahre. Der Inhalt Ihrer Nachrichten ist also aktuell recht sicher.

Was ist durch die Verschlüsselung nicht geschützt?

Wer auch immer Ihr Smartphone oder das Ihres Kommunikationspartners in Händen hält, kann die Nachrichten lesen – auf beiden Telefonen sind sie schließlich entschlüsselt. Auch, wenn Sie Screenshots machen und diese auf dem Telefon speichern, sind die Nachrichten für andere erkennbar. Das wird vor allem in solchen Momenten relevant, in denen Sie Apps den Zugriff auf Ihre Bilder erlauben. Lange Zeit wurden auch die Chatverläufe, die bei den entsprechenden Einstellungen für Back-ups bei Apple-Produkten in der iCloud unverschlüsselt gespeichert – ein Versäumnis, das im Mai 2017 schließlich behoben worden ist.

Inzwischen haben wohl die meisten Nutzer eine Version der App, die die Verschlüsselung nutzt. Falls sich aber einer Ihrer Kontakte seit Langem weigert, Updates durchzuführen, kann es sein, dass seine Version noch nicht dazu in der Lage ist. Dann kommunizieren Sie mit dieser Person nach wie vor ohne Verschlüsselung.

Diese Daten sammelt der Hersteller noch immer

Sie sollten immer im Hinterkopf behalten, dass WhatsApp ein kostenloser Nachrichtendienst ohne Werbung ist und dem Facebook-Konzern angehört: Natürlich hat der Anbieter ein Interesse an Ihren Daten. Seit der Verschlüsselung sind es allerdings nur die Metadaten, mit denen der Anbieter arbeiten kann: Wer kommuniziert wann und wie oft mit wem? Was für Kommunikationsnetzwerke ergeben sich aus den verschiedenen Gruppen? Diese Daten sind in verschiedener Hinsicht interessant. Und darüber hinaus mussten Sie ja beim Installieren der App weitreichende Befugnisse einräumen: Sie greift unter anderem auf Ihre Kontakte zu.

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