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Empörung über Böhmermann-Urteil im Netz

Erdogan-Schmähgedicht Empörung über Böhmermann-Urteil im Netz

Auf Twitter regt sich heftige Kritik an der einstweiligen Verfügung, die das Hamburger Landgericht gegen Jan Böhmermann erlassen hat. Am Dienstag hatte es weite Teile des Erdogan-Schmähgedichts verbieten lassen.

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Unterstützung für Jan Böhmermann aus dem Netz: Auf Twitter hagelt es Kritik am Teilverbot des Schmähgedichts.

Quelle: dpa

Hannover. Die breite Mehrheit auf Twitter ist sich einig: Das Urteil gegen Jan Böhmermann ist ein Eingriff in die Meinungsfreiheit.

Das Landgericht Hamburg hatte entschieden, dass Böhmermann Passagen des Gedichts nicht wiederholen darf, die Erdogan angesichts ihres schmähenden und ehrverletzenden Inhalts nicht hinnehmen müsse (Aktenzeichen: 324 O 255/16). Im Fall einer Zuwiderhandlung drohen dem ZDF-Moderator ein Ordnungsgeld von bis zu 250.000 Euro oder eine Ordnungshaft von bis zu sechs Monaten.

"Schwachsinnsurteil zu Böhmermann"

Die Kritik im Netz richtet sich vor allem dagegen, dass einzelne Passagen für sich betrachtet und aus dem Zusammenhang gerissen werden. Das Teilverbot würde das Gedicht zerstören. "Kunst kürzen - super Idee! Warum nicht noch die #MonaLisa dritteln?", schreibt etwa Jan Bühlbecker.

Andere User unterstellen dem Hamburger Landgericht Wahllosigkeit bei seiner Entscheidung.

Doch es gibt auch Zuspruch für die Entscheidung des Gerichts. Wenn auch nur vereinzelt.

Die Partei Fürth ruft zur Solidarität mit dem Satiriker auf.

RND/mat

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