Menü
Hannoversche Allgemeine | Ihre Zeitung aus Hannover
Anmelden
Netzwelt NSA nimmt Gesichtserkennung in den Fokus
Nachrichten Medien Netzwelt NSA nimmt Gesichtserkennung in den Fokus
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
10:44 01.06.2014
So sehen wir aus: Die NSA sammelt offenbar Millionen von Bilder zur Gesichtserkennung. Quelle: dpa
Anzeige
New York

Der US-Geheimdienst hoffe, mit Hilfe der Technologie das Auffinden von Zielpersonen rund um die Welt zu revolutionieren, schrieb die „New York Times“ in der Nacht zum Sonntag. Laut Unterlagen aus dem Jahr 2011 sammelt die NSA täglich Millionen Bilder, davon hätten rund 55.000 eine für Gesichtserkennung geeignete Qualität. Genauso jage der Dienst der Spur von Fingerabdrücken und anderen biometrischen Daten hinterher, hieß es unter Berufung auf Papiere aus dem Fundus des Informanten Edward Snowden.

Die wichtigste Gesichtserkennungssoftware der NSA trage den Namen „Tundra Freeze“ und kann laut dem Beispiel in einem Dokument eine Person auch erkennen, wenn sie sich die Haare abrasiert. Zugleich wird an anderer Stelle eingeräumt, dass Bärte das Programm verwirren können.

Eine NSA-Sprecherin wollte sich auf Anfrage der Zeitung nicht dazu äußern, ob der Dienst Zugang zur Datenbank des US-Außenministeriums habe, in der Bilder zu Visa-Anträgen gespeichert werden, - und ob er Fotos aus Online-Netzwerken abgreife.

dpa

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Die HAZ freut sich am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!
Mehr zum Thema

Der BND rüstet auf. Nach Recherchen von NDR, WDR und „Süddeutscher Zeitung“ will der Auslandsgeheimdienst Twitter, Facebook und Co gezielter überwachen. Und zwar noch während die Nutzer aktiv sind.

31.05.2014

In einem Interview im US-Fernsehen hat sich Edward Snowden gegen Kritik verwahrt und gesagt, dass er "auf allen Ebenen" als Spion gearbeitet habe.

28.05.2014
Deutschland / Welt Kein Ermittlungsverfahren wegen Spähaffäre - Die NSA wird nicht belangt

Die Linke spricht von einem „beispiellosen Akt der Rechtsbeugung“: Offenbar will der Generalbundesanwalt nicht gegen den US-Geheimdienst NSA ermitteln. Laut Medienberichten haben die Ermittler zu wenig Beweise sichern können.

30.05.2014

Die Möglichkeit, Suchergebnisse bei Google tilgen zu lassen, hat einen Ansturm von Europäern ausgelöst. Schon am ersten Tag gab es etwa 12.000 Anträge. Unterdessen änderte der Konzern nach Datenschützer-Kritik die Anforderung, sich dafür ausweisen zu müssen.

31.05.2014

Google hat nach dem Urteil des Europäischen Gerichtshofs zum Recht auf Vergessenwerden im Internet sein Verfahren für Löschanträge eingeleitet. Heute wurde ein Formular freigeschaltet, mit dem man die Entfernung von Suchergebnissen verlangen kann.

30.05.2014
Netzwelt Bisher nur auf Englisch - WhatsApp muss AGBs übersetzen

WhatsApp ist die populärste Smartphone-App in Deutschland. Angeblich verwenden 32 Millionen Nutzer hierzulande den Dienst. Sie lassen sich offenbar auch durch krude Geschäftsbedingungen auf Englisch nicht abschrecken. Verbraucherschützer wollen dies aber nicht akzeptieren.

27.05.2014
Anzeige