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Netzwelt Pegida-Facebookseite vom Netz genommen
Nachrichten Medien Netzwelt Pegida-Facebookseite vom Netz genommen
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20:08 19.07.2016
Die fremdenfeindliche Bewegung Pegida bei einem ihrer "Montagsspaziergänge" auf dem Theaterplatz in Dresden – in der sächsischen Landeshauptstadt entstand das Bündnis. Quelle: dpa/Screenshot Internet
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Dresden

Die Webseite des fremden- und islamfeindlichen Pegida-Bündnisses ist am Dienstagnachmittag vom Netz genommen worden – laut Pegida-Mitbegründer Siegfried Daebritz aus inhaltlichen Gründen. Auf seinem Account veröffentlichte er den Screenshot einer Mitteilung, in der Facebook darauf hinweist, dass gepostete Inhalte offenbar "nicht den Nutzungsbedingungen von Facebook und den Gemeinschaftsstandards" entsprächen.

"Offenbar hat Herr (Bundesjustizminister Heiko) Maas Erfolg gehabt, Facebook hat soeben die PEGIDA Seite gesperrt", kommentierte Daebritz. Dagegen sei Einspruch eingelegt worden. Von Facebook selbst war zunächst keine Stellungnahme zu erhalten. Die Pegida-Seite hatte zuletzt mehr als 200.000 Likes – so oft wurde also der "Gefällt-mir"-Button geklickt.

Bundesjustizminister Heiko Maas (SPD) engagiert sich seit Monaten gegen Hass-Postings im Internet. Quelle: Michael Kappeler

Maas setzt sich seit längerem gegen Hass-Postings im Internet ein. Im Juni hatte der SPD-Politiker Facebook vorgeworfen, die verabredeten Zusagen im Kampf gegen Hass und Hetze nicht vollständig einzuhalten. "Es wird noch immer zu wenig, zu langsam und zu oft auch das Falsche gelöscht", zitierte der "Spiegel" aus einem Brief des Ministers an die Cheflobbyisten des Kommunikationskonzerns in Berlin und London.

Pegida-Chef Lutz Bachmann postete auf seiner Seite am Dienstagabend lediglich einen Medienbericht, der ebenfalls einen Zusammenhang zwischen der Sperrung der Seite und dem Bundesjustizminister herstellt. Die Kommentare der Facebook-Nutzer auf den Post reichten von "Die können euch sperren wie sie wollen..Mein Herz schlägt für Pegida!" bis "Wer ständig gegen Menschen hetzt muss damit rechnen gesperrt zu werden. Absolut richtige Entscheidung und schon längst überfällig!".

dpa/RND

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