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Zehntausende Telekom-Daten erbeutet

Phishing-Angriff Zehntausende Telekom-Daten erbeutet

Telekom-Kunden sind offenbar Opfer eines großangelegten Phishing-Angriffs geworden. Zehntausende Datensätze seien im Netz zu finden, warnte der Konzern und rief seine Kunden dringend dazu auf, das Passwort zu ändern.

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Die Deutsche Telekom ruft ihre Kunden zum Passwort-Wechsel auf.

Quelle: Oliver Berg

Bonn. Unbekannte haben die Zugangsdaten von Internetnutzern, die ein Email-Postfach bei der Deutschen Telekom haben. Unklar ist, wie viele Menschen betroffen sind. Der Konzern rief seine Kunden deshalb vorsichtshalber dazu auf, das Passwort zu ändern, mit dem sie sich im Kundencenter oder im E-Mail-Postfach des Konzerns anmelden. Dadurch könnten die Nutzer sich schützen, erklärte ein Sprecher.

Das Unternehmen geht davon aus, dass Kriminelle die Zugangsdaten der Kunden durch Phishing erbeutet haben und im sogenannten Darknet anbieten, einem Teil des Internets, in dem Nutzer weitgehend verborgen bleiben. Betroffen seien aber nicht nur Kunden der Telekom, sondern auch von anderen Unternehmen. Diese seien informiert worden, sagte ein Konzernsprecher. Namen nannte er nicht.

Wahrscheinlich Tausende Kunden betroffen

Wie er weiter erklärte, hatte die Telekom einen Hinweis erhalten, wonach die Kundendaten im Darknet angeboten würden. Das Unternehmen sei dem Tipp daraufhin nachgegangen. "Eine Stichprobe von rund 90 Datensätzen hat ergeben, dass die Daten der Telekom-Kunden zumindest teilweise echt und aktuell sind." Die Kunden, deren Daten vorlagen, habe die Telekom umgehend informiert, hieß es.

Wie viele Kunden der Telekom betroffen sein könnten, kann der Konzern nur schätzen. "Zur Anzahl der Datensätze gibt es unterschiedliche Angaben: 64.000 beziehungsweise bis zu 120.000", teilte das Unternehmen mit. Die Datensätze bestünden aus der T-Online-Mailadresse eines Kunden und seines Passwortes für das Postfach oder das Kundencenter.

Telekom wirbt für Passwort-Wechsel

"Wir wollen den Fall nutzen, um für einen regelmäßigen Wechsel von Passwörtern zu werben", sagt Thomas Kremer, Vorstand Datenschutz, Recht und Compliance der Telekom. "Ein regelmäßiger Passwortwechsel schützt vor Missbrauch. Jetzt gibt es einen zusätzlichen Grund zum Ändern." Der Konzernsprecher ergänzte: Durch eine Änderung des Passwortes würden die Daten, die im Darknet angeboten werden, wertlos.

Unklar ist, wie die Kriminellen an die Mailadressen und Passwörter gelangt sind. Es gebe keine Hinweise darauf, dass ein Telekom-System gehackt worden sei, betonte das Unternehmen. Die Daten seien vermutlich über Phishing-Angriffe erbeutet worden. Dafür spreche auch, dass mehrere Unternehmen betroffen seien

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dpa/RND/wer

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