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Pokémon Go: So bekommen Sie die App in Deutschland

Fragen und Antworten zum Smartphone-Spiel Pokémon Go: So bekommen Sie die App in Deutschland

Die ganze Welt scheint nach dem Smartphone-Spiel Pokémon Go verrückt zu sein. Auch in Deutschland sind schon viele Menschen auf der Jagd nach den Taschenmonstern. Warum eigentlich? Und wie bekommen Smartphone-Benutzer in Deutschland überhaupt die App? Fragen und Antworten zum Hype.

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Hype um Pokémon Go: In Deutschland ist das Smartphone-Spiel bisher nur über einen Umweg verfügbar. Aber dann findet man auch in Hannover versteckte Pokémon-Figuren:

Quelle: EPA/Woldt/Doebler

Wieso scheint die ganze Welt auf einmal nach Pokémon verrückt zu sein?
Pokémon Go ist in der vergangenen Woche veröffentlicht worden. Die kostenlose App animiert die Spieler dazu, mit ihrem Smartphone durch die Gegend zu laufen und in der "echten Welt" versteckte Pokémon-Figuren "einzufangen". Es ist das erste Mal, dass man Pokémon auf dem Smartphone spielen kann. Der japanische Spiele-Anbieter Nintendo brachte die beliebten Figuren bisher nur in Games für die hauseigenen Konsolen heraus. Inzwischen jedoch wechseln immer mehr Spieler auf Smartphones und Nintendo konnte diesen Trend nicht mehr ignorieren.

Tipps und Tricks zu Pokémon Go

Unsere Themenseite mit weiteren Berichten, Tipps und Tricks finden Sie hier.

Was sind Pokémon überhaupt und worum geht es bei dem Spiel?
Pokémon ist eine Wortbildung aus "Pocket Monster" – Taschenmonster. Zum ersten Mal tauchten sie 1996 in einem Spiel in Japan auf. Die Pokémon sind darauf versessen, gegeneinander zu kämpfen. Der Spieler fängt sie als "Pokémon-Trainer" mit Hilfe weiß-roter Bälle ein und bildet sie aus. Im Pokémon-Universum gibt es mehr als 700 Figuren. Die beliebteste dürfte Pikachu sein – ein kleines gelbes Monster mit einem Schwanz in der Form eines Blitzes. Neben den Videospielen blüht ein gewaltiges Geschäft mit Sammelkarten und allen möglichen anderen Fanartikeln von Plüschfiguren bis Brotdosen.

Was ist das besondere an dem Smartphone-Game?
Im Grunde geht es auch hier darum, Pokémon zu fangen und dann gegeneinander antreten zu lassen. Der Clou ist jedoch die Standort-Erkennung (GPS) auf dem Smartphone. Die Pokémon verstecken sich an verschiedenen Orten – und ein Spieler sieht sie nur, wenn er in der Nähe ist. Dann werden die Figuren auf dem Display des Telefons in die echte Umgebung eingeblendet (Augmented Reality). In den USA, Neuseeland und Australien sammelten sich schon große Menschenmengen an Orten mit populären "Pokémon" an. Die kleinen Monster reagieren auf die virtuelle Umgebung: So tauchen Wasser-Pokémon besonders häufig in der Nähe von Flüssen oder Seen auf – in Hannover etwa zum Beispiel am Maschsee. 

Polizei warnt Pokémon-Spieler

Bisher ist Pokémon Go nur für Nutzer in Australien, Neuseeland und den USA in den offiziellen App-Stores zu haben. "In Australien brachen wegen der großen Nachfrage am Dienstag zeitweise die Server für den Download des Spiels zusammen. Die Polizei im Bundesstaat Western Australia betonte zudem auf Facebook, beim widerrechtlichen Betreten eines Geländes oder Gebäudes helfe die Ausrede "Ich wollte Pokémon sammeln" nichts. In Sydney spazierten bereits am Sonntag tausende Spieler mit dem Smartphone vor der Nase zum Hafen, um in der Nähe der Oper und des Botanischen Gartens Monster zu fangen. In Darwin riet die Polizei auf Facebook, es sei nicht nötig, die als "Pokéstop" dienende Polizeistation auch zu betreten – Vorräte gebe es auch so. In den USA fand eine Frau beim Pokémon-Spielen eine Leiche.

Kann man Pokémon Go auch in Deutschland spielen?
Offiziell ist die App nur in Japan, den USA und einigen englischsprachigen Längern im Google Play Store für Android-Geräte und im iTunes-App-Store von Apple für das iPhone verfügbar. Für Deutschland und andere europäische Länder steht noch kein offizielles Startdatum fest. "Sehr bald" werde das Spiel auch ihn Deutschland und Europa veröffentlicht, sagte ein Sprecher von Nintendo Deutschland der Nachrichtenagentur AFP.

Aber wie kommen all die Spieler in Deutschland an Pokémon Go, die man jetzt überall sieht?
Es kursieren im Netz Dateien für Android, da Google auch Installationen außerhalb des Play Stores erlaubt. Da inzwischen allerdings auch mit Schadsoftware infizierte Versionen im Umlauf sind, sollten Anwender nur bekannte und sicher geltende Quellen wie apkmirror.com ansteuern. Für die Installation auf dem iPhone benötigt man derzeit noch einen iTunes-Account aus den USA oder den anderen Ländern, in denen Pokémon Go offiziell angeboten wird. Den kann man sich mit einem Trick auch in Deutschland anlegen. Man verstößt damit aber gegen die Allgemeinen Geschäftsbedingungen von iTunes.

Wer steckt hinter dem Spiel?
Es wurde gemeinsam entwickelt von der Nintendo-Beteiligung Pokémon Company und der ehemaligen Google-Tochter Niantic Labs. Letztere hatte unter dem Dach des Internet-Konzerns das ebenfalls auf Ortungsdaten basierte Spiel "Ingress" programmiert. In ihm kämpfen zwei Lager um virtuelle Portale, die an verschiedenen Orten platziert wurden.

Android: So installieren Sie Pokémon Go

In Deutschland gibt es das Smartphone-Spiel noch nicht offiziell im Play Store von Google. Die App lässt sich aber schon installieren – über einen Umweg.

  1. Benutzer eines Android-Smartphones müssen dafür zulassen, dass Programme installiert werden, die nicht im offiziellen Playstore von Google angeboten werden.
  2. Dafür müssen Benutzer in den Einstellungen ihres Smartphones "Apps aus unbekannten Quellen" aktivieren (unter dem Punkt Sicherheit).
  3. Von der Internetseite apkmirror.com können Android-Benutzer das Spiel herunterladen. Die Datei befindet sich anschließend im Download-Ordner. Sobald der Benutzer sie antippt, wird sie installiert.

Das Spiel sollte aber nur aus bekannten und sicheren Quellen wie apkmirror.com heruntergeladen werden. Denn Sicherheitsforscher haben bereits manipulierte Kopien des Spiels entdeckt, die Spionagesoftware enthalten. Das berichtet "heise online". Der Droid Jack genannte Trojaner erlaubt die Kontrolle des Smartphones und den Abgriff von Daten aus der Ferne.

dpa/RND/ewo/wer

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