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"Schämt euch!": Facebook-Schelte für Gaffer

Polizei Hagen "Schämt euch!": Facebook-Schelte für Gaffer

Immer wieder behindern Gaffer die Arbeiten der Rettungskräfte. Der Polizei Hagen hat es nun gereicht. Via Facebook fanden die Beamten deutliche Worte für diese spezielle Form von Voyeurismus: "Das ist wirklich der Gipfel der Skrupellosigkeit!"

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Die Polzei Hagen fand deutliche Worte für Gaffer, die Rettungsarbeiten an einer Unfallstelle massiv behinderten.

Quelle: Screenshot Polizei Hagen

Hagen. Da ist den Polizeibeamten der Dienststelle Hagen mal richtig der Kragen geplatzt. Was war geschehen? Am Dienstagnachmittag waren sie zu einer Unfallstelle am Hagener Hauptbahnhof gerufen worden. Ein kleines Mädchen hatte eine Ampel bei Rot überquert und war von einem Auto erfasst und so schwer verletzt worden, dass es per Rettungshubschrauber in eine Klinik gebracht werden musste. Zuvor hatten unzählige Gaffer die Rettungsarbeiten der Helfer massiv behindert.

Die Polizei Hagen hatte daraufhin mit einem wütenden Facebook-Post auf das Geschehen reagiert: "Schämt euch, ihr Gaffer vom Hauptbahnhof!" heißt es darin. Und weiter: "Euch ging es nur darum, das verletzte Kind und die Landung des Hubschraubers zu filmen....Polizisten in der Absperrung habt ihr gefragt, ob sie mal an die Seite gehen können, damit ihr besser filmen könnt. Unfassbar!" Dem Post nach hatten die Gaffer sogar versucht, das Mädchen über die weißen Tücher hinweg, mit denen die Unfallstelle verdeckt war, zu filmen.

Die Polizei Hagen war zuvor schon mehrfach durch originelle Facebook-Posts aufgefallen. So hatte sie Eltern ebenfalls via Facebook darum gebeten, Kindern bei Fehlverhalten nicht mit der Polizei zu drohen: "Ihre Kinder sollen zu uns kommen, wenn sie Angst haben", heißt es in dem Post. An anderer Stelle hatten die Beamten auf der Plattform über die Herkunft des Wortes "Bullen" für Polizisten sinniert.

Den "Gaffern vom Hauptbahnhof" gaben die Beamten zum Schluss des Posts jedenfalls noch eine Empfehlung mit auf den Weg: "Wir haben im Einsatz echt was Besseres zu tun, als uns auch noch um Euch zu kümmern. Lasst zukünftig die Smartphones in der Tasche und geht einfach weiter."

caro

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