Menü
Hannoversche Allgemeine | Ihre Zeitung aus Hannover
Anmelden
Netzwelt Polizeigewerkschaft gegen Verbot von Facebook-Partys
Nachrichten Medien Netzwelt Polizeigewerkschaft gegen Verbot von Facebook-Partys
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
14:50 04.07.2011
Die Gewerkschaft der Polizei hat sich gegen ein generelles Verbot von Facebook-Partys ausgesprochen. Quelle: dpa
Anzeige
Hannover

Das sagte der niedersächsische GdP-Landeschef Dietmar Schilff am Montag. Niedersachsens Innenminister Uwe Schünemann (CDU) hatte am Wochenende einen Vorstoß für ein Verbot von Facebook-Partys gemacht, wenn diese die öffentliche Sicherheit gefährden. Schilff erklärte, die Betreiber sollten direkt auf den Internet-Seiten kenntlich machen, dass die Einladenden auch die Verantwortung und Kosten der Partys zu tragen haben.

„Wenn nach einer privaten Feier 120.000 Euro für die Entsorgung der Müllberge anfallen, ist das für den Steuerzahler nicht tragbar“, betonte Schilff. Für die Beamten bedeuteten die Facebook-Partys eine zusätzliche Belastung an Wochenenden - neben den Einsätzen bei Fußball-Bundesligapartien und Aufmärschen von Rechtsradikalen. Laut Schilff ist das Problem in Niedersachsen bisher überschaubar.

Am Wietzesee bei Hannover hatten am Pfingstwochenende etwa 700 Jugendliche gefeiert und Müllberge hinterlassen. Eine geplante Facebook-Geburtstagsparty an einem hannoverschen Badesee sagten die Einladenden nach kritischen Medienberichten wieder ab. Weltweit hat die Polizei mit ausufernden Facebook-Treffen zu tun, zu denen Tausende kommen. Als die Hamburgerin Thessa vor einem Monat aus Versehen via Facebook öffentlich zu ihrem 16. Geburtstag einlud, kamen 1600 Menschen. Elf Randalierer wurden vorübergehend festgenommen.

dpa

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Die HAZ freut sich am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!
Mehr zum Thema

Die Forderung einiger Landesinnenminister nach einem Verbot sogenannter Facebook-Partys stößt in den Bundestags-Fraktionen von Union und SPD auf Skepsis. Niedersachsens Innenminister Schünemann hatte sich ebenfalls für ein Verbot ausgesprochen.

04.07.2011
Medien Aufrufe übers Internet - Polizei löst Facebook-Partys auf

Technoparty in Lörrach, U-Bahnparty in München, Seeparty in Hamburg: Am Pfingstwochenende haben Jugendliche in ganz Deutschland über Facebook zu Partys aufgerufen. Seit der missglückten Geburtstagsparty von Thessa wird das Internet-Netzwerk immer öfter für Partyeinladungen genutzt.

14.06.2011

Mit „We love Thessa“-Bannern im Gepäck, Ghettoblaster unterm Arm und Bierflaschen in der Hand feierten 1600 Facebook-Nutzer in Hamburg ausgelassen den Geburtstag der 16-jährigen Thessa. Dabei waren sie nicht eingeladen - und kannten Thessa nicht einmal.

04.06.2011

Die Forderung einiger Landesinnenminister nach einem Verbot sogenannter Facebook-Partys stößt in den Bundestags-Fraktionen von Union und SPD auf Skepsis. Niedersachsens Innenminister Schünemann hatte sich ebenfalls für ein Verbot ausgesprochen.

04.07.2011

Mehrere Landesinnenminister fordern ein rigoroses Vorgehen der Behörden bei Facebook-Partys. Nach zahlreichen Fällen von aus dem Ruder gelaufenen Partys des sozialen Netzwerks sollen derartige Massenaufläufe mit Platzverweisen aufgelöst werden.

03.07.2011

Mehrere US-Medien berichten, dass die Wettbewerbshüter der US-Handelsbehörde FTC den populären Kurznachrichtendienst aufs Korn genommen haben. Der Vorwurf lautet demnach, dass Twitter seine Konkurrenten unterdrückt, um mehr Werbeeinnahmen zu erhalten.

01.07.2011
Anzeige