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Oscarnominierungen lösen Shitstorm aus

#oscarsowhite Oscarnominierungen lösen Shitstorm aus

Schon 2015 war der Ärger groß, als sich unter den Oscarnominierten keine Schwarzen befanden. Dass sich dieses Szenario nun wiederholt, hat in den USA einen regelrechten Sturm der Entrüstung entfacht. Vor allem im Kurznachrichtendienst Twitter machen sich Wut, Ärger und Enttäuschung breit.

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Die Oscar-Nominierungen haben in diesem Jahr erneut für viel Ärger gesorgt.

Quelle: John G. Mabanglo/EPA/dpa

Los Angeles. Weil bei den Oscar-Nominierungen wie schon im vergangenen Jahr schwarze Schauspieler oder Regisseure komplett fehlen, ist in den USA ein Sturm der Entrüstung entbrannt. Kaum waren die Nominierungen am Donnerstag in Los Angeles verkündet, fand sich im Kurzbotschaftendienst Twitter der Hashtag #OscarsSoWhite (Oscars so weiß). "Bei den Olympischen Spielen in Berlin 1936 gab es mehr Vielfalt", schrieb ein Nutzer. Ein anderer Kritiker schrieb im Internet über die "Unerträgliche Weißheit des Seins." Der liberale Blog ThinkProgress merkte ironisch an, dass "Hollywood ganz eindeutig Fortsetzungen liebt: Das zweite Jahr in Folge bekommen null farbige Schauspieler Oscar-Nominierungen".

Bereits im vergangenen Jahr waren die Oscar-Nominierungen deshalb scharf kritisiert worden. Über die Nominierungen befanden rund 6000 Mitglieder der Academy of Motion Picture Arts and Sciences in Hollywood. Der Western-Thriller "The Revenant - Der Rückkehrer" geht als großer Favorit in die diesjährige Oscar-Verleihung. Der Film über den Rachefeldzug eines Abenteurers in der nordamerikanischen Wildnis wurde am Donnerstag in Los Angeles für insgesamt zwölf Oscars nominiert, unter anderem in der Königskategorie "Bester Film". Auch Regisseur Alejandro González Iñárritu und Hauptdarsteller Leonardo DiCaprio sind Anwärter auf einen der begehrten Filmpreise.

Nur wenige schwarze Oscarpreisträger

Ebenfalls große Chancen auf einen Oscar haben der Endzeitfilm "Mad Max: Fury Road" mit zehn Nominierungen und der Weltraumstreifen "Der Marsianer" mit sieben Nominierungen. In je sechs Kategorien nominiert sind Steven Spielbergs Agentenfilm "Bridge of Spies" und das lesbische Liebesdrama "Carol". Zu den schwarzen Schauspielern, denen zuvor Aussichten auf eine Nominierung eingeräumt worden waren, zählten Idris Elba für seine Rolle als afrikanischer Warlord in dem Kriegsdrama "Beasts of No Nation", Will Smith für seine Rolle als Gerichtsarzt in dem Football-Drama "Concussion" sowie Michael B. Jordan für seine Hauptrolle als junger schwarzer Boxer in "Creed - Rocky's Legacy".

Dass bei "Creed" nur Silvester Stallone in seiner klassischen Rolle als Rocky Balboa für die beste Nebenrolle nominiert wurde, ärgerte einen Twitter-Nutzer: Die Oscars seien so weiß, dass "'Creed' mit einem schwarzen Regisseur und einem schwarzen Hauptdarsteller nur für seine weißen Figuren" gewürdigt werde, schrieb er. Bis heute gibt es nur etwas mehr als ein Dutzend schwarzer Oscarpreisträger, darunter Sidney Poitier, Denzel Washington, Halle Berry, Morgan Freeman und Jennifer Hudson.

afp

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