Volltextsuche über das Angebot:

9 ° / 8 ° Regenschauer

Navigation:
AfD dementiert Fake-Meldung des "Postillon"

Nutzer wittern Verschwörung AfD dementiert Fake-Meldung des "Postillon"

Mitarbeiter von AfD-Chefin Frauke Petry haben Gerüchte dementiert, wonach die Partei durch Angela Merkel gegründet worden sein soll. Das Satireportal "Der Postillon" hatte das gemeldet – und offenbar einige Sympathisanten der rechtspopulistischen Partei mit dieser Fake-Meldung verunsichert.

Voriger Artikel
Neuer Snapchat-Fotoeffekt sorgt für Shitstorm
Nächster Artikel
Das sind Obamas Sommerhits

Mitarbeiter von Frauke Petry (Foto) sahen sich dazu gezwungen, eine Fake-Meldung über die AfD zu dementieren. Nutzer hatten sich erkundigt, ob die Partei von Angela Merkel gegründet worden sei. Das hatte "Der Postillon" geschrieben.

Quelle: dpa/Rainer Jensen

Fürth. Im April hatte das Satireportal "Der Postillon" gemeldet, dass die AfD in Wahrheit von Bundeskanzlerin Angela Merkel gegründet worden sei und dass die Bundesvorsitzende der CDU mit der Fake-Partei das Volk ruhigstellen wolle. Die Redaktion zeigte zum Beweis "geheime Papiere des Bundesinnenministeriums" – es war angeblich der Gründungsvertrag der AfD, unterschrieben von Merkel sowie von mehreren AfD-Politikern, unter anderem Frauke Petry und Alexander Gauland. Viele Leser lachten über die Satire. Wie so oft, wenn "Der Postillon" etwas veröffentlicht. Aber offenbar wurden einige Menschen durch die Fake-Nachricht auch verunsichert.

Auf der Facebook-Seite der AfD-Chefin Frauke Petry haben mehrere Nutzer gefragt, ob die Meldung des "Postillon" stimme. "Sehr geehrte Frau Petry, eine Frage hätte ich: Stimmen die Anschuldigungen?", schrieb ein Nutzer. Ein andere stellte fest: "Die Unterschrift sind identisch. Habe ich überprüft." Offenbar hatte er sich den angeblichen Gründungsvertrag genauer angesehen. Ein Nutzer meinte sogar, er müsse die Sympathisanten der Partei warnen. "Ich habe gehört, dass die CDU die Fäden bei der AfD zieht bzw. deren Gründung veranlasst hat. Seid lieber vorsichtig."

AfD beruhigt besorgte Nutzer

"Wir empfehlen, gehörte Dinge zu recherchieren", antwortete der Administrator der Facebook-Seite von Frauke Petry. "Hier handelt es sich um den Inhalt eines Satireartikels." Diesen Rat gab das Social-Media-Team später noch einmal, wie die Zeitung "Der Standard" berichtet. Und sie hatte eine Erklärung dafür, wieso Zweifel aufgekommen sein könnten. "Wer Facebook nicht oft nutzt, könnte den Postillon nicht kennen."

Dem Satireportal gelingt es immer wieder, den klassischen Nachrichtenstil so gekonnt zu imitieren, dass Fake-Meldungen in Umlauf geraten. Auch Berlins AfD-Chefin Beatrix von Storch soll schon einmal auf eine "Postillon"-Meldung über eine angeblich geplante EU-Fußballmannschaft hereingefallen sein. Die Redaktion des "Postillon" wunderte sich deshalb auch nicht über die offenbar besorgten AfD-Sympathisanten. Dass Menschen ihre Fake-Meldungen glauben, "sind wir gewohnt", antwortete die Redaktion auf Anfrage. "Zumal man in AfD-Kreisen ja gerne überall Verschwörungen sieht."

RND/may/wer

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Netzwelt
HAZ-Volontäre gewinnen Medienpreis der Architektenkammer

Mit ihrer multimedialen Berichterstattung über die Wasserstadt Limmer haben die Volontäre der HAZ beim Medienpreis der Bundesarchitektenkammer den ersten Platz belegt.

Datenschutz im Netz: Diese Begriffe sollten Sie kennen