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Darum weint Sonneborn den Briten nicht nach

Satiriker zum Brexit Darum weint Sonneborn den Briten nicht nach

Welche Konsequenzen sollte die EU aus dem Brexit-Votum der Briten ziehen? Während andere Politiker noch darüber beraten, prescht der Satiriker und Europaparlamentsabgeordnete Martin Sonneborn vor – wie immer mit einer Provokation: Im Parlament soll nur noch Deutsch gesprochen werden.

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Ab sofort sollte im Parlament ausschließlich Deutsch gesprochen werden: Das fordert EU-Parlamentarier und Satiriker Martin Sonneborn.

Quelle: Youtube/Martin Sonneborn

Straßburg. Sonneborn veröffentlichte am Montag ein Video auf seinem Youtube-Kanal, mit dem er sich nach der Brexit-Entscheidung der Briten direkt an die europäische Öffentlichkeit wendet. "Während die Kollegen derzeit noch hektisch beraten, ist meine Analyse bereits fertig", schreibt der Satiriker dazu.

"Holybloodymotherfucking Shit, wir haben Brexit. Aber ist das wirklich so schlimm?", fragt also Sonneborn in dem Video. "Die Briten waren nie mit dem Herzen Europäer, anders als Napoleon, Hitler oder Helmut Kohl." Sie hätten jetzt nur politisch vollzogen, was tektonisch "schon lange vor Queen Mums Zeiten" Realtiät gewesen sei: die Abspaltung vom Kontinent. 

Was werde der EU fehlen, wenn Großbritannien ausgetreten sei?, fragt Sonneborn als nächstes – und gibt selbst die Antwort. "Die europaweiten Bildungsreisen britischer Jungmänner wie kürzlich zum EM-Spiel nach Marseille? Rinderwahn? Klon-Schafe wie die Spice-Girls?" In Marseille hatte es vor einigen Tagen schwere Ausschreitungen gegeben. An den Straßenschlachten waren englische Fußballfans beteiligt.

Sonneborn: Nur noch Deutsch im Parlament

Aber welche Konsequenzen sollte die EU aus dem Brexit ziehen? Er werde am Dienstag den Antrag stellen, "dass ab sofort im Parlament ausschließlich Deutsch gesprochen wird", kündigt Sonneborn in dem Video an. "Ich freue mich schon auf die Domino-Effekte, die es nach sich zieht, wenn die Europäer erstmals verstehen, was Martin Schulz, Günther Oettinger und Elmar Brok wirklich zu sagen haben."

Der SPD-Politiker Schulz ist EU-Parlamentspräsident, Oettinger ist EU-Kommissar und Brok EU-Parlamentsabgeordneter. Sie sind immer wieder das Ziel von Sonneborns Attacken. Mit seinem Antrag spielt er zudem auf die Sorge vieler Europäer an, dass Deutschlands Dominanz steigt, wenn die Briten aus der EU austreten.

"Noch eine Anmerkung", sagt Sonneborn am Ende des Videos und präsentiert seine Erklärung dafür, warum die Briten für den Austritt aus der EU gestimmt haben. Nur ein Drittel der jungen Wähler habe sich an der Abstimmung beteiligt. "Das Ganze wäre nicht passiert, wenn es ein Youtube-Tutorial gegeben hätte, wie man wann und warum wo ein Kreuz macht."

RND/wer

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