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Neuer Snapchat-Fotoeffekt sorgt für Shitstorm

Rassismus-Vorwürfe Neuer Snapchat-Fotoeffekt sorgt für Shitstorm

Nach massiver Kritik hat Snapchat einen Selfie-Filter entfernt, der Personen asiatische Gesichtszüge verleiht. Erst vor wenigen Monaten hatte das soziale Netzwerk einen Bob-Marley-Filter wegen "Blackfacing" entfernt.

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Schon wieder verbannt: Der spezielle Filter des Fotodienstes Snapchat.

Quelle: Snapchat/Twitter/Screenshot

Eine Fotoanwendung, mit der sich klischeehafte asiatische Gesichtszüge über ein Bild legen ließen, hat dem Messengerdienst Snapchat einen Sturm der Empörung beschert. Der Fotofilter ermöglichte es Nutzern, über ihre Aufnahme ein breites Comic-Gesicht mit schräg gestellten Augen und einem übertriebenen Grinsen zu legen.

Erst Blackfacing, nun yellowfacing

Es folgte eine Welle der Empörung im Internet; viele Nutzer bezeichneten unter dem Hashtag #yellowface die Anwendung als rassistisch und beleidigend.

Das Unternehmen zog den am Dienstag veröffentlichten Fotofilter rasch zurück. Zugleich erklärte Snapchat, die Anwendung sei als spielerische Interpretation japanischer Anime-Zeichentrickfiguren gedacht gewesen.

Es ist nicht das erste Mal, dass der Messengerdienst Rassismusvorwürfe auf sich zieht. Zuvor hatte es bereits ähnliche Empörung über einen an den Reggae-Musiker Bob Marley angelehnten Fotofilter gegeben.

Dabei konnten Nutzer abgelichtete Menschen mit Rastalocken und dunklerer Hautfarbe sowie veränderten Gesichtszügen ausstatten. Vielen erschien das als ein klarer Fall von "Blackfacing": Gemeint ist damit der Vorgang, dass Menschen mit heller Hautfarbe sich dunkel bemalen, um wie Schwarze auszusehen. Da dies meist zu parodistischen Zwecken geschieht, wird es nicht nur von Betroffenen als rassistische Beleidigung empfunden.

afp/RND/zys

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