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Sixt macht sich über AfD-Vize Gauland lustig

Werbekampagne von Autovermieter Sixt macht sich über AfD-Vize Gauland lustig

Mit seinen Äußerungen über Nationalspieler Jerome Boateng hat Alexander Gauland für Wirbel gesorgt. Nun hat der Autovermieter Sixt den AfD-Vize zum neuen Werbeträger erkoren – mit beißendem Spott. In den sozialen Netzwerken wird die Kampagne gefeiert.

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Sixt wirbt mit AfD-Vize Gauland – für Umzugs-LKW

Quelle: Facebook/Sixt

Hannover. Für seine frechen Kampagnen ist der Autovermieter Sixt bekannt. Nach Angela Merkel, GDL-Chef Horst Weselsky oder der Bahn hat das Unternehmen nun AfD-Chef Alexander Gauland aufs Korn genommen. "Für alle, die einen Gauland in der Nachbarschaft haben", titelt Sixt in der neuen Kampagne. Daneben ist ein Foto des 75-Jährigen mit grimmiger Miene neben einem Umzugs-LKW zu sehen.

"So sollte Werbung sein"

In den sozialen Netzwerken ging die am späten Montagabend gestartete Kampagne direkt viral. Binnen weniger Stunden (Stand 8:00 Uhr) sammelte der Facebook-Post fast 17.000 Likes ein.

Viele User sind begeistert. "So sollte Werbung sein“ oder „Schon dafür sollte man einfach mal ein Auto bei Sixt mieten" lauten Kommentare. Auch der Twitter-Post wurde binnen weniger Stunden mehrere Hundertmal geteilt - und auch hier sich zeigten sich viele User sehr angetan.

Gauland hatte in den vergangenen Tagen mit Kritik an Nationalspieler Jerome Boateng für Aufregung gesorgt. "Die Leute finden ihn als Fußballspieler gut. Aber sie wollen einen Boateng nicht als Nachbarn haben", wurde Gauland in einem Zeitungsinterview vor einer Woche zitiert.

Gauland gibt sich ahnungslos

Am vergangenen Donnerstag ging der AfD-Vize bei einer Rede Angela Merkel an ("Kanzler-Diktatorin") und nutzte einen rechtsextremen Slogan ( "Heute sind wir tolerant und morgen fremd im eigenen Land").

Sixt, Benetton, Greenpeace, Welt Kompakt – mit Kanzlerin Angela Merkel haben sie alle schon Werbung gemacht.

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In beiden Fällen gab sich Gauland hinterher ahnungslos. Den FAS-Journalisten warf er in der Talkshow "Anne Will" am Sonntag vor, ihn "reingelegt" zu haben. Mit Blick auf den umstrittenen Satz bei der Rede im brandenburgischen Elsterwerda sagte Gauland, ihm sei das Plakat vor die Nase gehalten worden. "Ich kannte den Satz nicht, fand ihn aber sehr einleuchtend und sehr klug. Und habe ihn deswegen gebraucht."

zys/RND

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