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"Pokémon Go" für Überfälle missbraucht

Smartphone-Spiel "Pokémon Go" für Überfälle missbraucht

Das Smartphone-Spiel "Pokémon Go" bricht in den USA derzeit alle Rekorde - führt allerdings auch immer wieder zu heiklen Situationen. Nachem eine Frau beim Spiel auf eine Leiche gestoßen war, haben Jugendliche es nun für diverse Überfälle missbraucht.

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Eine Figur aus dem neuen Smartphonespiel "Pokémon Go", das derzeit die Charts erobert.

Quelle: App Store

O'Fallon. Vier Jugendliche sollen in den USA ein neues Handy-Spiel genutzt haben, um Raubüberfälle zu begehen. Die jungen Männer im Alter zwischen 16 und 18 Jahren wurden in der Nacht zum Sonntag (Ortszeit) in O'Fallon im Bundesstaat Missouri festgenommen, wie die örtliche Polizei bei Facebook mitteilte.

Die Verdächtigen sollen mit der kürzlich veröffentlichten App "Pokémon Go" Spieler zu einem sogenannten Poké-Stop angelockt und mit einer Waffe ausgeraubt haben. Die Zeitung "USA Today" berichtete von "zehn bis elf bewaffneten Raubüberfällen". Das Spiel kann seit vergangener Woche in den USA heruntergeladen werden. Es wird mittels erweiterter Realität (Augmented Reality) mithilfe von Standortdaten im Freien gespielt. Dabei geht es darum, digitale "Pokémon"-Figuren zu fangen und kämpfen zu lassen.

So sieht das Spiel auf dem Smartphone aus. Der Spieler bewegt sich, wie beim Geocachen (digitale Schatzsuche), in der freien Natur und muss dort verschiedene Orte aufsuchen.

Quelle: App Store

In 13 Stunden von Null auf Eins

Das Nintendo-Spiel bricht derzeit in den Vereinigten Staaten, Australien und Neuseeland alle Rekorde und hat die Aktie des Konzerns um mehr als 20 Prozent steigen lassen. In nur 13 Stunden war es von Null auf Eins der App-Store-Charts gestürmt. Der Run auf das Spiel war sogar so groß, dass die Entwickler aufgrund der technischen Überlastung den Marktstart in anderen Ländern verschoben haben.

"Wir dachten uns zwar, dass das Spiel beliebt sein würde, aber offenbar haben wir einen Nerv getroffen", sagte der Chef des Entwickler-Unternehmens Niantic der amerikanischen Wirtschaftsseite "Business Insider". Was die Server-Probleme anbelangt versprach er: "Wir arbeiten hart daran, dass das Spiel schnellstmöglich wieder reibungslos läuft."

Doch offenbar wird das Spiel nicht nur für Verbrechen missbraucht, es führt Spieler mitunter auch an ganz ungewöhnliche Orte. Eine 19-jährige Frau hatte am Samstag beim Spielen von "Pokémon Go" im US-Bundesstaat Wyoming eine Leiche unter einer Brücke in einem Flussbett gefunden, wie das Portal "County 10" berichtete. Demnach hatte die Polizei aber keine Hinweise darauf, dass der Tote Opfer eines Verbrechens geworden war.

Wann das Spiel in Deutschland auf den Markt kommt, steht noch nicht fest. Wie sie es trotzdem schon spielen können, erfahren Sie hier.

RND/afp/caro

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