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So gut ist das neue iPhone 6s

Smartphone im Test So gut ist das neue iPhone 6s

Der Verkauf des iPhone 6s und des iPhone 6s Plus hat in Deutschland begonnen und für lange Schlangen vor den Apple-Geschäften gesorgt. Im Vergleich zu den Vorgängern lassen sich die Geräte einfacher bedienen, außerdem haben sie bessere Kameras. Markus Werning hat das iPhone 6s Plus getestet.

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Dank der Zeitumstellung hielten die Australier das neue iPhone 6s und das 6s Plus mit als erste in den Händen. Mittlerweile ist der Verkauf auch in Deutschland angelaufen.

Quelle: David Moir

Hannover. Acht Jahre lang musste der Benutzer eines iPhones nur zwei Handbewegungen beherrschen, um das Mobiltelefon zu bedienen: Tippen und Wischen. Mehr war nicht nötig, um jemanden anzurufen oder eine E-Mail zu schreiben. 

Apple hat seinen Verkaufsschlager, das iPhone, weiter entwickelt. Klicken Sie sich durch unsere Bildergalerie und lernen Sie einige der neuen Features kennen.

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Mit dem iPhone 6s und dem iPhone 6s Plus – sie werden seit Freitag in Deutschland verkauft – ändert sich daran grundsätzlich zwar nichts. Aber wenn der Anwender die Möglichkeiten der beiden Geräte vollkommen ausschöpfen will, sollte er zwei weitere Befehle lernen: leichtes und festes Drücken. 

Neues iPhone reagiert auf Druck

Denn Apples neue Smartphones können den Unterschied erkennen. Und je nachdem, wie fest der Anwender den Bildschirm mit seinem Finger berührt, bieten ihm die Geräte unterschiedliche Aktionen an. Apple nennt die Technik 3D Touch. Sie ist der Nachfolger des 2007 eingeführten Multi Touch und die wichtigste Neuerung der nächsten iPhone-Generation.

Tippt der Anwender zum Beispiel auf das Symbol der Kamera-App, startet die Anwendung wie bisher. Drückt er aber auf das Icon, öffnet sich ein kleines Fenster mit mehreren Optionen – genauso wie auf dem PC, wenn man mit der rechten Maustaste ein Programm anklickt.

Anwender spart ein, zwei Schritte

Auf dem iPhone kann der Benutzer dann wählen, ob er ein Selfie, ein Video oder ein Foto aufnehmen möchte. Er muss dafür nicht mehr die App öffnen, die Kamera auswählen, den Aufnahmemodus einstellen und den Auslöser antippen.

Oder, wenn er das Mail-Icon drückt anstatt es nur anzutippen, öffnet sich ein Fenster mit den Optionen, direkt eine neue Nachricht zu verfassen oder den Posteingang aufzurufen. Innerhalb der Anwendung bekommt er mit 3D Touch eine Vorschau der Nachricht. Dadurch muss er sie nicht mehr öffnen, um zu entscheiden, ob sie gelöscht werden kann.

Foto: Das neue iPhone mit 3D Touch

Das neue iPhone erkennt, ob der Benutzer nur auf den Bildschirm tippt oder ob er fest darauf drückt. Dadurch kann der Nutzer Kontextmenüs aufrufen.

Quelle: Werning

Mit 3D Touch spart sich der Anwender also ein bis zwei Schritte. Das ist keine Frage des Könnens. Der Unterschied zwischen Drücken und Tippen ist schnell gelernt, wie wir in einem Test feststellten. Dafür lieh uns Apple ein iPhone 6s Plus.

Die Frage ist aber, ob die Benutzer den Überblick behalten, wann sie tippen, wischen, leicht drücken oder fest drücken müssen, um zu bekommen, was sie wollen. Viele wissen zum Beispiel bis heute nicht, dass sie den Home-Button zweimal drücken müssen, um die Multitasking-Übersicht aufzurufen, dass sie aber zweimal nur leicht darauf tippen dürfen, wenn sie die oberen Apps auf dem Bildschirm nach unten holen wollen, in Reichweite ihrer Hände.

3D Touch vereinfacht vieles 

Man muss das auch nicht wissen. Das Telefon lässt sich ohne diese Befehle bedienen. Das gilt genauso für 3D Touch. Bisher jedenfalls erreicht der Benutzer sein Ziel auch immer noch durch Wischen und Tippen. Mit einem festen Drücken auf den Bildschirm nimmt er nur eine Abkürzung.

Und auch nicht immer. Der Nutzer muss deshalb ausprobieren, welche App die Technik anbietet und welche Optionen sich dahinter verbergen. Wen das nicht abschreckt, wird 3D Touch schnell zu schätzen wissen. Vielleicht sogar mehr als die anderen Änderungen am iPhone.

Bessere Selfies möglich

Mit der neuen Generation kann der Anwender zum Beispiel Videos in 4K-Qualität drehen und Fotos mit einer Auflösung von 12 statt 8 Megapixel schießen. Bessere Selfies sind ebenfalls möglich: Die Frontkamera hat eine Auflösung von 5 anstatt 1,2 Megapixel und benutzt in einer dunklen  Umgebung den Bildschirm als Blitz-Ersatz.

Außerdem hat Apple die Funktionen der Kameras um sogenannte Live-Photos erweitert: Damit wird ein Motiv drei Sekunden lang gefilmt: 1,5 Sekunden bevor und 1,5 Sekunden nachdem die Kamera das Foto macht. Der Clip, der dabei entsteht, hält den Moment manchmal besser fest als ein einzelner Schnappschuss.

Fazit

Apple hat das iPhone weiter entwickelt. Die neuen Funktionen sind nützlich. Abgesehen von 3D Touch ist aber keine für sich allein ein Kaufargument. Genauso wenig wie der größere Arbeitsspeicher (zwei anstatt ein Gigabyte) und der neue Prozessor A9, der deutlich schneller arbeiten soll als der Vorgänger (um bis zu 70 Prozent). Im Alltag merkt der Nutzer den Unterschied kaum. Und die Top-Smartphones der anderen Hersteller haben ebenfalls Kameras mit einer hohen Auflösung.

3D Touch dagegen macht die Bedienung komfortabler. Sie ist auch das Alleinstellungsmerkmal des iPhone. Bislang hat nur Huawei eine ähnliche Technik angekündigt, und sie ist noch nicht so ausgereift wie die von Apple. Allerdings muss der Anwender die neue Bedienung erst lernen. Und er muss viel Geld dafür auf den Tisch legen, mehr als für andere Smartphones und etwas mehr als für die bisherigen Apple-Modelle: Das iPhone 6s kostet je nach Speichergröße 739 bis 959 Euro, das iPhone 6s Plus 849 bis 1069 Euro. Damit liegen die Preise 40 bis 70 Euro über denen der Vorgänger.

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