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Netzwelt Staatsschutz ermittelt wegen Aylan-Hassposting
Nachrichten Medien Netzwelt Staatsschutz ermittelt wegen Aylan-Hassposting
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10:45 07.09.2015
Wegen einer Hass-Nachricht über das ertrunkene Flüchtlingskind Aylan auf Facebook ermittelt der Berliner Staatsschutz. Quelle: dpa/Screenshot/Montage
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Berlin

Wegen einer Hass-Nachricht über das ertrunkene Flüchtlingskind Aylan auf Facebook ermittelt der Berliner Staatsschutz. Beamte durchsuchten am frühen Samstagmorgen eine Wohnung in Berlin-Hellersdorf. Der polizeibekannte 26 Jahre alte Bewohner soll den Tod des Dreijährigen mit drastischen Worten verunglimpft und damit seine Menschenwürde herabgesetzt haben. Nach Polizeiangaben könnte er dafür ins Gefängnis kommen.

Der leblose Körper von Aylan war am Mittwoch an einen Strand im türkischen Bodrum gespült worden. Das Foto des toten Kindes löste international Bestürzung aus.

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Das Foto des toten dreijährigen Flüchtlingsjungen Aylan vom Strand ist zum Symbol geworden – und hat viele Zeichner dazu inspiriert, es künstlerisch aufzugreifen.

Die Ermittler stellten in Berlin einen Computer und zwei Mobiltelefone sicher. Sie würden nun ausgewertet, sagte ein Sprecher der Polizei am Sonntag.

Zu der Nachricht hatte die Polizei mehr als 100 Anzeigen erhalten. Inzwischen hat Facebook das Posting gelöscht. Auch in dem sozialen Netzwerk hatten Nutzer es wegen seines verachtenden Inhalts gemeldet. Laut „B.Z.“ (Sonntag) ist der Beschuldigte selbst Vater eines einjährigen Sohnes.

Beschuldigter fiel durch menschenverachtende Postings auf

Wie "Die Welt" berichtet, habe sich der 26-Jährige bereits zuvor auf seiner privaten Facebook-Seite abfällig über Flüchtlinge gäußert. "Über 700 Tote im Mittelmeer im Juli: Zum Glück werden es immer mehr anstand zu wenig!", kommentiert der offensichtlich fremdenfeindliche Mann die aktuelle Flüchtlingsdebatte.

Aylan soll lachend in Erinnerung behalten werden

Nachdem das Bild des dreijährigen Flüchtlingsjungen weltweit große Bestürzung ausgelöst hat, bittet Aylans Tante darum, die Verwendung des Fotos zu stoppen. Der entsprechende Tweet wurde gut 21.000 mal geteilt.

dpa/are

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