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Windows 10: Nutzer können sich Zeit lassen

Microsofts neues Betriebssystem Windows 10: Nutzer können sich Zeit lassen

Ab Mittwoch können Nutzer von Microsofts Betriebssystem die neue Version herunterladen. Der Hersteller wirbt massiv für einen schnellen Umstieg auf Windows 10. Fachleute raten dagegen zum Abwarten.

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So sieht es aus, das neue Betriebssystem Windows 10: Fachleute raten dazu, das erste große Update abzuwarten.

Quelle: dpa

Hannover. Microsoft liefert ab Mittwoch Windows 10 aus, die neue Version seines Betriebssystems. Wer einen der beiden Vorgänger (Windows 7 oder Windows 8.1) auf seinem Computer verwendet und die Software-Lizenz legal erworben hat, kann den Nachfolger innerhalb des ersten Jahres kostenlos herunterladen. Deshalb sollten sich Nutzer mit dem Umstieg auch noch Zeit lassen, meint Günter Born, Blogger und Autor mehrerer Windows-Bücher.

Nach der seltsamen Kombination aus Startseite und Desktop in Windows 8.1 ist im neuen Windows wieder alles an einer Stelle. Das Startmenü zeigt wichtige Funktionen und häufig genutzte Programme. Ein Klick auf "Alle Apps" öffnet eine alphabetische Programmliste. Daneben finden sich die ab Windows 8 bekannten App-Kacheln. Sie zeigen Live-Informationen wie Wetter oder Nachrichten.

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Zum Start würden einige Windows-Funktionen und Programme wie die OneDrive-App noch fehlen, erklärt er. Die Software könne auch noch Fehler enthalten. Er rechne deshalb im Herbst mit einem ersten, größeren Update, das die Stabilität und die Leistung verbessern werde, sagte Born. „Daher empfehle ich, ein paar Tage oder Wochen abzuwarten.“ Zumal Nutzer von Windows 7 oder 8.1 ein ganzes Jahr für die Entscheidung Zeit hätten, kostenlos auf Windows 10 umzusteigen.

Auch die Fachleute des Computermagazins „c’t“ empfehlen, mit der Installation noch zu warten. Zwar habe sich das neue Betriebssystem in Tests als ausgereift erwiesen. Aber mit Nachbesserungen sei zu rechnen. Außerdem erwarten die Experten, dass Nutzer Geduld haben müssten, wenn sie die Software direkt zum Start herunterladen wollten. Microsoft stellt das Software-Paket am Mittwoch in insgesamt 190 Ländern und 111 Sprachen zur Verfügung. Der Andrang könne also groß sein, schreibt „ c’t“ und meint ebenfalls, dass angesichts des Kostenlos-Angebotes für Nutzer von Windows 7 und 8 kein Grund zur Eile bestehe.

wer/dpa

So gelingt das Update

Damit der Umstieg auf Windows 10 gelingt, muss der Computer die Mindestanforderungen erfüllen. Dazu gehört ein Prozessor mit mindestens einem Gigahertz Taktfrequenz, 1 Gigabyte (GB) Arbeitsspeicher für die 32-Bit-Version, 2 GB für die 64-Bit-Version, 16 bis 20 Gigabyte freier Festplattenspeicher, eine Grafikkarte mit Unterstützung für DirectX 9 mit WDDM 1.0-Treiber, außerdem eine Bildschirmauflösung von mindestens 800 zu 600 Pixeln.

Nutzer von Windows 7 müssen zum Umstieg das Service Pack 1 installiert haben, Nutzer von Windows 8 müssen zunächst ein Update auf Windows 8.1 installieren, bevor sie zu Windows 10 wechseln können. Wer den Rechner auf den neuesten Stand gebracht hat, findet unten rechts in der Symbolleiste des Bildschirms ein neues Icon für die "GetWindows10"-App. Klickt man es an, startet der Updateprozess.

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