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"The Witcher 2" ist ein düsteres Fantasy-Spektakel

Rollenspiel "The Witcher 2" ist ein düsteres Fantasy-Spektakel

Der erste Teil von "The Witcher" litt beim Erscheinen noch an zahlreichen Fehlern und kleineren Ungereimtheiten. Bei "The Witcher 2" wollte Entwickler CD Projekt alles richtig machen - und das ist auch fast gelungen.

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"The Witcher 2" ist grafisch eines des besten Spiele, die derzeit auf dem Markt sind.

Quelle: Namco Bandai

Der polnische Entwickler CD Projekt liebt seine Spiele, das lässt sich bereits an ihrem Erstlingswerk erkennen. Statt sich nach der Veröffentlichung des Rollenspiels „The Witcher“ neuen Projekte zuzuwenden, hat sich die Firma die Kritik von Fachpresse und Käufern zu Herzen genommen und das Spiel überarbeitet. Herausgekommen ist dabei der wohl umfangreichste Patch der Videospielgeschichte: Es wurden nicht nur Fehler korrigiert, sondern auch die Menüs und die Bedienung überarbeitet und sogar große Teile des Spiels neu synchronisiert. Für den Nachfolger, der gerade für den PC erschienen ist, wollte CD Projekt von Anfang an alles richtig machen. Ist ihnen das gelungen?

Die Welt von „The Witcher“ ist eine düstere und sehr erwachsene. Es ist keine nette Fantasy mit Orks und Elfen, sondern eine dunkle, in der es um Diskriminierung von Minderheiten geht, um Prostitution und Mord. Die Geschichte von Geralt, dem Hexer, basiert auf einer Romanreihe des Autors Andrzej Sapkowski, die in Polen sehr populär ist. Entsprechend hoch ist das Gewicht, dass die Entwickler auf die Handlung des Rollenspiels gelegt haben. In „The Witcher 2“ wird Geralt zu Unrecht des Mordes an König Foltest beschuldigt – und muss nun den wahren Attentäter suchen, um seine Unschuld zu beweisen. Durch drei Kapitel kämpft sich der Hexer und muss dabei zahlreiche moralische Entscheidungen treffen, die den Verlauf des Spiels teils dramatisch verändern. Lediglich das überhastete Ende schmälert den Gesamteindruck der Geschichte.

Knackiger Schwierigkeitsgrad und großer Umfang

Wie im Vorgänger wandert Geralt durch Dörfer, Wälder und Sümpfe, spricht mit den Einwohnern des Landes, erfüllt für sie Aufträge und löst kleinere Rätsel. Den Großteil des Spiels verbringt der Hexer jedoch mit dem Schwert in der Hand. Die Auseinandersetzungen mit Menschen und Monstern sind sehr anspruchsvoll: Mehrere Waffen, Schlag- und Blockkombinationen sowie der Gebrauch von Magie und Alchemie sorgen dafür, dass die Kämpfe nicht in wildes Mausklicken ausarten. Entsprechend hoch ist der Schwierigkeitsgrad. Selbst geübte Spieler können bereits im Prolog in die Knie gezwungen werden – der Schwierigkeitsgrad lässt sich jedoch in drei Stufen einstellen.

Herausragend ist die Präsentation von „The Witcher 2“: Die Grafik sprüht geradezu vor Farbpracht, und die Welt ist mit viel Liebe zum Detail ausgearbeitet. Dazu kommt die Inszenierung der Zwischensequenzen, die mit Schnitten, Kamerafahrten und Zeitlupen stark an Fantasyfilme erinnert. Ungewohnt sind für Videospiele jedoch die recht expliziten Erotikszenen, die wohl auch der Romanvorlage geschuldet sind.

"The Witcher 2" ist ein sehr umfangreiches Spiel: Etwa 30 Stunden vergehen, bis der Abspann über den Monitor flackert. Außerdem lohnt sich ein erneutes Durchspielen, da sich der Spielverlauf wegen der Entscheidungsfreiheit beim zweiten Mal ganz anders gestalten kann.

CD Projekt hat sein Versprechen damit eingelöst. Die Fehler, die sie mit dem Vorgänger gemacht haben, wurden nicht wiederholt. Rollenspielfans werden mit „The Witcher 2“ bestens unterhalten.

"The Witcher 2" gibt es für den PC. Es ist ab 16 Jahren freigegeben und kostet etwa 40 Euro.

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