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Netzwelt „Thief Simulator“ im Spieletest: Auf diebischer Mission
Nachrichten Medien Netzwelt „Thief Simulator“ im Spieletest: Auf diebischer Mission
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16:15 16.12.2018
Ungewöhnliche Berufseinblicke: Die Ganoven-Simulation „Thief Simulator“ hat es zum weltweiten Bestseller auf der Gaming-Plattform Steam geschafft. Quelle: Playway
Hannover

Hausbewohner ausspionieren, Schlösser knacken und alles einsacken, was sich zu Geld machen lässt: Im PC-Spiel „Thief Simulator“ wird schnell klar, warum es Einbrecher heute so leicht haben. Kaum ein Haus ist ausreichend gesichert. Nur selten lauern größere Hürden oder gar böse Überraschungen.

Nachbarn rufen fast nie die Polizei. Hin und wieder taucht ein bissiger Hund aus der Dunkelheit auf. Im schlimmsten Fall kommt der Besitzer plötzlich zurück nach Hause. Wer dann mit dem Fernseher unterm Arm im Wohnzimmer steht, hat schlechte Karten.

Ausspähen und Alarmanlagen stilllegen: Zuerst müssen die Banditen-Basics erlernt werden. Quelle: Playway

Aus dem Stand hat es die Ganoven-Simulation zum weltweiten Bestseller auf der Gaming-Plattform Steam geschafft. Produziert wurde der zwielichtige Zeitvertreib von der Firma Playway, die sich auf ungewöhnliche Berufseinblicke spezialisiert hat.

Im „Prison Simulator“ können Spieler ab dem Frühjahr in die Rolle eines Gefängniswärters schlüpfen. Im „Stadium Renovator“ werden verfallene Fußballarenen vom Rasen bis zu den Rängen saniert. Welcher Fan hat davon nicht schon immer geträumt?

Nun haben sich die Simulationsexperten aus Warschau die Karriere eines Kleinkriminellen vorgenommen. Spieler lernen zunächst die Banditen-Basics vom Umgang mit dem Dietrich bis zum Zerlegen von Autos. So kann das Diebesgut beim Hehler später zu Geld gemacht und reinvestiert werden. Zum Beispiel in besseres Einbrecherequipment oder in Hinweise zu lukrativen Eigenheimen im spieleigenen Darknet.

Planung ist das A und O

Die offene Stadt erkunden Spieler aus der Ich-Perspektive stilecht mit einer Rostschüssel. Bei den schwierigeren Missionen ist Planung das A und O. Findige Täter installieren zum Beispiel am Briefkasten Minikameras zur Obervierung.

Falls doch die Polizeisirene heult, bleibt nur noch, das Diebesgut fallen zu lassen und schleunigst die Flucht anzutreten – oder sich in einem Müllcontainer zu verstecken. Sonst klicken schnell die Handschellen.

Der Meisterdieb-Klassiker „Thief“ hatte zwar mehr Tiefgang, aber mit dem aktuellen Szenario treibt der Diebessimulator die Langfingerei bis ins Detail. So lernen Einbrecher Hacking-Skills, um gestohlene Handys und Tablets zu „säubern“.

Die Hauptaufgabe des Nachwuchseinbrechers: Alles einsacken, was sich zu Geld machen lässt. Quelle: Playway

Die Bedienung von Akkubohrer und Co. geht schnell von der Hand, die Aufträge sind vielfältig. So lässt sich über Schwächen wie die schlichte Präsentation hinwegsehen.

Der „Thief Simulator“ ist sicher nicht das Spiel, um über den gesamten Winter zu kommen. Aber wer schon immer mal in den Alltag eines Kleinganoven eintauchen wollte, hat hier seine diebische Freude.

Info: Das Spiel ist seit November auf dem Markt und auf dem PC zu spielen. Es kostet ca. 20 Euro als Download bei Steam.

Von Robert Nößler

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