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"Mögen Sie Merkel, oder töten Sie Katzenbabys"

Das Netz lacht über Forsa "Mögen Sie Merkel, oder töten Sie Katzenbabys"

Für das Magazin "Stern" hat Forsa die Deutschen gefragt, wie sie zu der Griechenlandpolitik von Angela Merkel stehen. Viele Medien veröffentlichten am Dienstag die Ergebnisse. Dabei sei die Frage manipulativ gestellt worden, schreibt Medienblogger Stefan Niggemeier - und löst damit ein Witzegewitter auf Twitter aus.

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Wie zufrieden sind die Deutschen mit Merkels Griechenland-Politik? Forsa hat nachgefragt, und Twitter lacht.

Quelle: dpa/Twitter/Montage

Hannover. Meinungsforschungsinsitute besitzen in Deutschland eine hohe Glaubwürdigkeit. Die Sonntagsfrage ist ein wichtiger Gradmesser für Politiker und Meinungsmacher. Umfragen von Forsa, Emnid oder infas werden gerne und oft von Journalisten aufgegriffen, um die Stimmung im Land zu einem bestimmten Thema zu beschreiben.

So auch am Dienstag. Da vermeldeten nämlich die Nachrichtenagenturen, dass die Mehrheit der Deutschen hinter der Griechenland-Politik von Angela Merkel steht. Mehr noch: Sogar den meisten Grünen-Wählern gefalle, wie die Kanzlerin die Krise gelöst hätte. Nach der vielfach gehörten Kritik an Merkels hartem Vorgehen, griffen die meisten bundesdeutschen Medien diese Nachricht auf.

Unter dem Hastag #forsafragen tragen Twitter ihre absurdesten Fragenvorschläge für das Meinungsforschungsinstitut Forsa zusammen.

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Die Frage, die Forsa den Menschen stellte, sei manipulativ gewesen, schreibt nun der Medienblogger Stefan Niggemeier auf seinem Blog. Die Befragten hätten eine schlechte Wahl gehabt. "Forsa bot als Antwort, dass man entweder Merkels Griechenland-Politik gut findet. Oder meint, dass sie Griechenland aus dem Euro hätte zwingen sollen", schreibt Niggemeier. "Die Möglichkeit, Merkels Politik zu kritisieren, weil sie zu hart gegenüber Griechenland auftrat, bot Forsa nicht."

Das sind ernste Anschuldigungen, zu denen sich Forsa noch nicht geäußert hat. Das Netz wäre aber nicht das Netz, wenn daraus nicht sofort ein Witz entstanden wäre. Stunden nach dem Erscheinen von Niggemeiers Post trendet nun #forsafragen auf Twitter. Nutzer überbieten sich mit den dümmsten Forsa-Fragen, den absurdesten Entweder-Oder-Formulierungen.

aks

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