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Twitter-Stil entlarvt falsche Promis

Kurznachrichtendienst Twitter-Stil entlarvt falsche Promis

Zeige mir Deinen Tweet, und ich sage Dir, wer Du bist - nach diesem Motto haben Wissenschaftler der Universität Bonn ein Modell entwickelt, um die Autoren einer Mitteilung im Kurznachrichtendienst Twitter zu identifizieren.

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Täglich werden bei Twitter rund 200 Millionen Nachrichten verschickt.

Quelle: dpa

So lasse sich etwa bei den Tweets von «britneyspears» sagen, welche Texte wirklich von der Sängerin stammten und welche von ihren Mitarbeitern, erklärte die Linguistin und Medienwissenschaftlerin Caja Thimm am Donnerstag in einem Workshop der Technischen Universität Berlin. In dem von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) geförderten Projekt mit dem Titel «Deliberation im Netz: Formen und Funktionen des digitalen Diskurses am Beispiel des Microbloggingsystems Twitter» untersuchte Thimms Arbeitsgruppe auch Tweets von Politikern zur Landtagswahl im vergangenen Jahr in Nordrhein-Westfalen. Hier konnten nach Angaben der Forscherin bei besonders aktiven Twitterern deutliche Unterschiede in der Verwendung von Hashtags (Kennzeichnung von Stichwörtern) und anderen Merkmalen festgestellt werden.

Thimm interessiert sich vor allem für die Rolle von Twitter als Mittel der politischen Mitwirkung. «Die Hürde der Politik von unten ist niedriger geworden, aber nicht weggefallen», sagte die Professorin. Anders als bei Facebook seien politische Diskurse ein zentraler Bestandteil der Kommunikation über Twitter. Es sei aber noch zu früh um zu sagen, ob damit ein Beitrag für mehr Demokratie verbunden sei.

In dem Workshop am Institut für Sprache und Kommunikation der TU Berlin referierte Torsten Siever von der Universität Hannover über die Veränderung der Sprache im Internet. Bei Twitter werde der Kommunikationsprozess auf eine einzige Zeile reduziert. «Das hat auch Auswirkungen auf Sprache und Kommunikation.» Sievers Untersuchungen ergaben aber keine Hinweise auf einen grundlegenden Sprachwandel durch Twitter und andere Soziale Medien. Vielmehr passten die Nutzer ihre Sprache an die Anforderungen des jeweiligen Mediums an.

dpa

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