Menü
Hannoversche Allgemeine | Ihre Zeitung aus Hannover
Anmelden
Netzwelt Twitter-Stil entlarvt falsche Promis
Nachrichten Medien Netzwelt Twitter-Stil entlarvt falsche Promis
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
07:02 22.07.2011
Täglich werden bei Twitter rund 200 Millionen Nachrichten verschickt. Quelle: dpa
Anzeige

So lasse sich etwa bei den Tweets von «britneyspears» sagen, welche Texte wirklich von der Sängerin stammten und welche von ihren Mitarbeitern, erklärte die Linguistin und Medienwissenschaftlerin Caja Thimm am Donnerstag in einem Workshop der Technischen Universität Berlin. In dem von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) geförderten Projekt mit dem Titel «Deliberation im Netz: Formen und Funktionen des digitalen Diskurses am Beispiel des Microbloggingsystems Twitter» untersuchte Thimms Arbeitsgruppe auch Tweets von Politikern zur Landtagswahl im vergangenen Jahr in Nordrhein-Westfalen. Hier konnten nach Angaben der Forscherin bei besonders aktiven Twitterern deutliche Unterschiede in der Verwendung von Hashtags (Kennzeichnung von Stichwörtern) und anderen Merkmalen festgestellt werden.

Thimm interessiert sich vor allem für die Rolle von Twitter als Mittel der politischen Mitwirkung. «Die Hürde der Politik von unten ist niedriger geworden, aber nicht weggefallen», sagte die Professorin. Anders als bei Facebook seien politische Diskurse ein zentraler Bestandteil der Kommunikation über Twitter. Es sei aber noch zu früh um zu sagen, ob damit ein Beitrag für mehr Demokratie verbunden sei.

In dem Workshop am Institut für Sprache und Kommunikation der TU Berlin referierte Torsten Siever von der Universität Hannover über die Veränderung der Sprache im Internet. Bei Twitter werde der Kommunikationsprozess auf eine einzige Zeile reduziert. «Das hat auch Auswirkungen auf Sprache und Kommunikation.» Sievers Untersuchungen ergaben aber keine Hinweise auf einen grundlegenden Sprachwandel durch Twitter und andere Soziale Medien. Vielmehr passten die Nutzer ihre Sprache an die Anforderungen des jeweiligen Mediums an.

dpa

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Die HAZ freut sich am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Das soziale Netzwerk StudiVZ wird zum Ladenhüter: Die Verlagsgruppe Georg von Holtzbrinck hat die Suche nach einem Käufer für die Plattformen der VZ-Gruppe offenbar wieder eingestellt. StudiVZ kämpft seit Langem gegen den Bedeutungsschwund im Internet.

21.07.2011

Die Hackergruppe Anonymous ist nach eigenen Angaben in Rechner der Nato eingedrungen und hat geheime Daten entwendet. Die Internet-Aktivisten veröffentlichten eine entsprechende Nachricht bei Twitter und stellten zwei vermeintliche Nato-Dokumente ins Netz.

21.07.2011

Google warnt Nutzer seiner Suchmaschine künftig, wenn der eigene Rechner mit bösartiger Software infiziert sein könnte. Erkennen die Google-Server von Malware verursachte Auffälligkeiten im Datenverkehr, wird eine Warnung oben im Suchfenster ausgegeben.

21.07.2011
Anzeige