Menü
Hannoversche Allgemeine | Ihre Zeitung aus Hannover
Anmelden
Netzwelt Twitter lockert doch die 140-Zeichen-Begrenzung
Nachrichten Medien Netzwelt Twitter lockert doch die 140-Zeichen-Begrenzung
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
10:00 17.05.2016
Twitter steckt schon seit Längerem in einer Krise - eine Aufhebung der 140-Zeichen-Grenze könnte da neue Impulse liefern. Quelle: dpa
Los Angeles

Der kriselnde Kurzbotschaftendienst Twitter lockert offenbar doch seine 140-Zeichen-Begrenzung. Angehängte Links und Fotos würden künftig nicht mehr auf die Länge angerechnet, berichtete die Nachrichtenagentur Bloomberg am Montag mit Verweis auf eine mit der Sache vertraute Quelle. Die Änderung könnte demnach bereits Ende des Monats in Kraft treten.

Widerstand gegen Lockerung

"Wir kommentieren keine Gerüchte und Spekulationen", teilte eine Twitter-Sprecherin mit.

Der Kurznachrichtendienst Twitter feiert in diesem Jahr seinen zehnten Geburstag. Wir zeigen die zehn erfolgreichsten deutschen Twitterstars.

Seit der Gründung vor zehn Jahren sind Kurzbotschaften auf Twitter auf eine Länge von 140 Zeichen begrenzt. Bereits vor wenigen Monaten war eine Lockerung der Regel im Gespräch. Allerdings stieß dies bei den Nutzern auf heftigen Widerstand. Unter dem Hashtag #Team140Zeichen setzten sich unzählige Menschen dafür ein, dass der Kurznachrichtendienst weiter auf 140 Zeichen beschränkt bleibt.

In der Twitter-Konzernzentrale denkt man laut über ein Ende der 140-Zeichen-Regel nach. Das treibt die Twitter-Nutzer auf die Barrikaden. Unter #Team140Zeichen sagen sie dem Kurznachrichtendienst den Kampf an – natürlich in Kürze.

Anfang 2016 befeuerte Twitter-Chef Jack Dorsey erneut Gerüchte über das Ende der Begrenzung. Das " Wall Street Journal" schrieb damals unter Berufung auf Quellen bei Twitter, die Obergrenze solle auf 10.000 Zeichen hochgesetzt werden. Seit Sommer gilt dieses Limit bereits für direkte Twitter-Nachrichten von Nutzer zu Nutzer.

Twitter-Aktie im Sinkflug

Twitter steckt schon seit Längerem in einer Krise. Das Unternehmen hat noch nie schwarze Zahlen geschrieben und kann seine Nutzerzahlen nur langsam steigern. Während der Dienst etwa bei Journalisten, Aktivisten und Prominenten von Musik bis Sport sehr beliebt ist, hapert es weiterhin an der Verbreitung in der allgemeinen Bevölkerung.

Der Aktienkurs befindet sich seit zwei Jahren im Sinkflug. Zum Ende vergangenen Jahres hatte Twitter 305 Millionen aktive Nutzer, wenn man die Abonnenten eines SMS-Dienstes herausrechnet. Das waren zwei Millionen weniger als noch drei Monate zuvor. Zusammen mit dem SMS-Dienst stagniert die Zahl bei 320 Millionen. Das weltgrößte Online-Netzwerk Facebook hat 1,6 Milliarden aktive Mitglieder und wächst immer noch schnell. Das ist auch die Basis für höhere Werbeeinnahmen.

afp/RND/zys

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Die HAZ freut sich am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!
Netzwelt Jan Böhmermanns neuer Podcast - "Persönlich war das ein bisschen viel Druck"

Die Konsequenzen des großen Wirbels: In der ersten Folge seines neuen Podcasts mit Olli Schulz "Fest & Flauschig", der am Sonntag erstmals über Spotify ausgestrahlt wurde, spricht Jan Böhmermann über die privaten Auswirkungen seines Schmähgedichts.

15.05.2016

Die Anti-Donald-Trump-Bewegung nimmt in den USA immer skurrilere Formen an. So etwa das Portal "Maple Match". Die Dating-Seite will Trump-Gegner in den USA nach Kanada vermitteln. Tausende US-Amerikaner nehmen das ernst – und haben sich angemeldet.

12.05.2016

Jetzt können die offenen Hotspots kommen – Union und SPD haben sich laut Medienberichten auf einen Wegfall der Störerhaft geeinigt. Damit ist der Anbieter nicht mehr automatisch für das Surfverhalten seiner WLAN-Nutzer verantwortlich.

11.05.2016