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Twitter lockert doch die 140-Zeichen-Begrenzung

Medienberichte Twitter lockert doch die 140-Zeichen-Begrenzung

Fällt das Twitter-Markenzeichen nun doch? Erneut gibt es Spekulationen über ein Ende der 140-Zeichen-Begrenzung bei Twitter. Offenbar soll es nun ganz schnell gehen.

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Twitter steckt schon seit Längerem in einer Krise - eine Aufhebung der 140-Zeichen-Grenze könnte da neue Impulse liefern.

Quelle: dpa

Los Angeles. Der kriselnde Kurzbotschaftendienst Twitter lockert offenbar doch seine 140-Zeichen-Begrenzung. Angehängte Links und Fotos würden künftig nicht mehr auf die Länge angerechnet, berichtete die Nachrichtenagentur Bloomberg am Montag mit Verweis auf eine mit der Sache vertraute Quelle. Die Änderung könnte demnach bereits Ende des Monats in Kraft treten.

Widerstand gegen Lockerung

"Wir kommentieren keine Gerüchte und Spekulationen", teilte eine Twitter-Sprecherin mit.

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Seit der Gründung vor zehn Jahren sind Kurzbotschaften auf Twitter auf eine Länge von 140 Zeichen begrenzt. Bereits vor wenigen Monaten war eine Lockerung der Regel im Gespräch. Allerdings stieß dies bei den Nutzern  auf heftigen Widerstand. Unter dem Hashtag #Team140Zeichen setzten sich unzählige Menschen dafür ein, dass der Kurznachrichtendienst weiter auf 140 Zeichen beschränkt bleibt.

In der Twitter-Konzernzentrale denkt man laut über ein Ende der 140-Zeichen-Regel nach. Das treibt die Twitter-Nutzer auf die Barrikaden. Unter #Team140Zeichen sagen sie dem Kurznachrichtendienst den Kampf an – natürlich in Kürze.

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Anfang 2016 befeuerte Twitter-Chef Jack Dorsey erneut Gerüchte über das Ende der Begrenzung. Das " Wall Street Journal" schrieb damals unter Berufung auf Quellen bei Twitter, die Obergrenze solle auf 10.000 Zeichen hochgesetzt werden. Seit Sommer gilt dieses Limit bereits für direkte Twitter-Nachrichten von Nutzer zu Nutzer.

Twitter-Aktie im Sinkflug

Twitter steckt schon seit Längerem in einer Krise. Das Unternehmen hat noch nie schwarze Zahlen geschrieben und kann seine Nutzerzahlen nur langsam steigern. Während der Dienst etwa bei Journalisten, Aktivisten und Prominenten von Musik bis Sport sehr beliebt ist, hapert es weiterhin an der Verbreitung in der allgemeinen Bevölkerung.

Der Aktienkurs befindet sich seit zwei Jahren im Sinkflug. Zum Ende vergangenen Jahres hatte Twitter 305 Millionen aktive Nutzer, wenn man die Abonnenten eines SMS-Dienstes herausrechnet. Das waren zwei Millionen weniger als noch drei Monate zuvor. Zusammen mit dem SMS-Dienst stagniert die Zahl bei 320 Millionen. Das weltgrößte Online-Netzwerk Facebook hat 1,6 Milliarden aktive Mitglieder und wächst immer noch schnell. Das ist auch die Basis für höhere Werbeeinnahmen.

afp/RND/zys

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