Volltextsuche über das Angebot:

7 ° / 6 ° wolkig

Navigation:
Bei Twitter explodiert die Wut über Schäuble

Hunderttausende kommentieren unter #thisisacoup Bei Twitter explodiert die Wut über Schäuble

Eine Einigung mit Griechenland ist erzielt. Die unglaubliche Summe von 50 Milliarden Euro private Vermögenswerte werden die Griechen in einen Fonds geben müssen. Im Netz explodiert die Wut über den von Deutschland eingebrachten Vorschlag: "Das ist ein Coup".

Voriger Artikel
Böhmermann gibt Sigmar Gabriel einen Korb
Nächster Artikel
LeFloid streitet mit Merkel über Homo-Ehe

Finanzminister Wolfgang Schäuble gilt als Architekt der Einigung mit Griechenland. An ihm entlädt sich der Zorn im Netz.

Quelle: dpa

Hannover. In den sozialen Medien formiert sich eine Welle der Wut. Wen sie treffen wird, ist seit diesem Wochenende klar: die deutsche Politik, vor allem Finanzminister Wolfgang Schäuble. Dieser hatte am Freitag einen Vorschlag zur Beilegung der Griechenlandkrise eingebracht, der vielen zu weit geht. Er sah eine Art Treuhandregierung für Griechenland vor. Wie es bisher scheint, sind Teile von Schäubles Papier nun in die Einigung der Griechenlandkrise eingegangen, vor allem ein 50 Milliarden Euro schwerer Privatisierungsfonds, der in Luxemburg verwaltet werden soll.

Schon am Wochenende sammelte sich in den sozialen Netzwerken die Wut über diesen Vorschland - und hat sich nun in einer Kurznachrichtenwelle Bahn gebrochen: Unter derm Hashtag #thisisacoup - "das ist ein Coup" verurteilen Hunderttausende die deutsche Griechlandpolitik. Boykott-Aufrufe gegen deutsche Produkte sind ebenso darunter wie düstere Vergleiche mit der Nazizeit.

#Thisisacoup trendet derzeit weltweit in den sozialen Netzen. Der Kolumnist Paul Krugman der "New York Times" nannte den Einigungsvorschlag "Wahnsinn". Führende europäische Oppositionspolitiker haben sich der Bewegung bereits angeschlossen, wie Pablo Iglesias, Generalsekretär der spansichen Podemos-Partei. Er schrieb auf Twitter: "Unsere ganze Unterstützung gilt dem griechischen Volk und seiner Regierung gegen die Gangster."

Die neuesten Reaktionen sind nachzulesen auf unserer Twitterwall:


Von Ann-Kathrin Seidel

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr zum Artikel
Streik & Minister-Rücktritte
Foto: Auf dem Weg ins Parlament: Der griechische Regierungschef Alexis Tsipras

Mehrere Minister haben in Griechenland aus Protest gegen die Auflagen des Rettungspakets ihren Rücktritt verkündet. Dazu droht ein landesweiter Streik. Die Situation ist alles andere als leicht für Alexis Tsipras - denn der Regierungschef muss parallel bis Mittwoch Gesetzespakete für ein drittes Hilfspaket durchsetzen.

mehr
Mehr aus Netzwelt
HAZ-Volontäre gewinnen Medienpreis der Architektenkammer

Mit ihrer multimedialen Berichterstattung über die Wasserstadt Limmer haben die Volontäre der HAZ beim Medienpreis der Bundesarchitektenkammer den ersten Platz belegt.

Datenschutz im Netz: Diese Begriffe sollten Sie kennen