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Hohn und Spott für Pegida-Hymne

"Was für ein Dreck" Hohn und Spott für Pegida-Hymne

Die islamfeindliche Bewegung Pegida versucht, mit dem Verkauf einer Hymne Geld einnehmen. Für 1,29 Euro bekommt der Käufer eine simple Melodie, zu der Männer "Lalala" summen. Den Anhängern gefällt es. Die Kritiker spotten und lachen.

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Screenshot vom Youtube-Video der Pegida-Hymne

Quelle: Youtube/Feiyr

Dresden/Hannover. Pegida-Initiator Lutz Bachmann veröffentlichte das Lied "Gemeinsam sind wir stark" kostenlos über die Facebook-Seite der umstrittenen Bewegung. Anhänger können es aber auch über die Onlineshops von Amazon und Google für 1,29 Euro kaufen – und der Organisation auf diesem Weg eine kleine Spende zukommen lassen. Viele machen das.

Auf Platz 10 der Amazon-Charts

In Googles Musik-Charts steht die Pegida-Hymne zwar nur auf dem 200. Platz. Aber bei Amazon hat sich der Song bereits auf den zehnten Platz geschoben (Stand: Dienstagabend). Das dürfte kaum am Lied selbst liegen: Es handelt sich um ein einfaches, fünf Minuten langes Stück, das mit Klavier-Akkorden beginnt, bevor Männerstimmen zu Streichmusik summen: zuerst "Mmh mhmmmmm mhmmmmmm", dann "Aha Ahaaaaaaa ahaaaaa", schließlich "Lalalala lalalalala".

Häme und Spott für die Hymne

Viele Anhänger der "Patriotischen Europäer gegen die Islamisierung des Abendlandes" sind zwar begeistert. In den Onlineshops überwiegen trotzdem die negativen Bewertungen. Und in den Kommentaren auf Amazon und Google machen sich viele Menschen über das Lied lustig:

  • "Leider funktioniert das Produkt nicht. Ich habe das Lied mehrfach mit meinen Freunden angehört, leider wurden wir weder stärker noch deutscher."
  • "Wir haben es Omi Elfriede immer wieder vorgespielt, die seit ihrem Schlaganfall die Arme nicht mehr rühren konnte. Plötzlich zuckte der rechte Arm und wie von Geisterhand gezogen, schwebte er steil rechts nach oben."
  • "Perfekte Zusammenfassung des geistigen Gehalts der Bewegung und außerordentlich unterhaltsam. Nach Jahrzehnten habe ich es bei der Familienfeierei zu Weihnachten mal wieder geschafft, dass meinem Bruder vor Lachen sein Getränk aus der Nase kam."
  • "Für diesen ach so anspruchsvollen Liedtext haben die selbsternannten Deutschlandretter mit Sicherheit Wochen ge- und ihren (falls überhaupt vorhanden) letzten Gehirnschmalz verbraucht."
  • "Ich habe Mitleid mit jedem, der sich diesen Schund runterlädt."
  • "Für das Geld hole ich mir leider einen Döner!"
  • "Was für ein Dreck"

Allerdings schrieb auch jemand: "Ich hätte mir die Hymne vermutlich nie gekauft, wenn nicht auf allen Kanälen Linke, selbsternannt Gutmenschen und Blockwarte aufheulen würden. Das ist mir das Geld wert!" Bachmann bedankte sich für die Häme, wie die "Welt" berichtet: "Dank der unzähligen Rezensionen von den linken Nullcheckern ist unsere Reichweite derart gestiegen und unsere Suchbegriffe sind derart oft geklickt, dass die Verkäufe offensichtlich steigen"

wer

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