Volltextsuche über das Angebot:

2 ° / -8 ° wolkig

Navigation:
Ungarische Kamerafrau tritt Flüchtlinge

Videos im Netz Ungarische Kamerafrau tritt Flüchtlinge

Mit Pfefferspray und Schlagstöcken hat die Polizei an der serbischen Grenze versucht, Flüchtlinge, die eine Absperrung durchbrachen, unter Kontrolle zu bringen. Aufnahmen zeigen, wie die ungarische Kamerafrau Petra L. das Durcheinander nutzte, um Flüchtlinge zu treten und ihnen ein Bein zu stellen.

Voriger Artikel
"Hey Siri, gib uns einen Hinweis"
Nächster Artikel
Hermes-Bote nach Hasspost entlassen

Die ungarische Kamerafrau Petra L. hat an der serbischen Grenze Flüchtlinge angegriffen. Daraufhin wurde sie entlassen.

Quelle: Screenshot/Twitter

Röszke. Eine Gruppe Menschen rennt über eine Wiese am ungarischen Grenzübergang Röszke. Es sind Flüchtlinge, die eine Polizeiabsperrung durchbrochen haben. Ein Mann mit einem Kind auf dem Arm sprintet an einer Kamerafrau, die kurzerhand das Bein ausstreckt. Der Mann und das Kind stürzen zu Boden, überschlagen sich. 

Die Aufnahmen zeigen Petra L., die für den ungarischen Sender N1TV arbeitet. Die Videos des Vorfalls haben sich seit Dienstag in den sozialen Netzwerken derart verbreitet und für Furore gesorgt, dass der Sender keine andere Wahl hatte, als Konsequenzen zu ziehen.

Ein zweiter Vorfall zeigt, wie sie ein Flüchtlingskind tritt. Die Bilder wurden von dem Internet-Fernsehsender N1TV verbreitet, der der rechtsextremen ungarischen Partei Jobbik nahe steht.

N1TV-Chefredakteur Szabolcs Kisberk schrieb am Dienstag auf der Facebook-Seite des Senders: „Eine N1TV-Kollegen hat sich heute an einem Sammelpunkt (für Flüchtlinge) in Röszke inakzeptabel verhalten.“ Der Arbeitsvertrag mit der Kamerafrau sei daher mit sofortiger Wirkung beendet worden. Der Sender betrachte die Angelegenheit damit als „abgeschlossen“.

Die Aufnahmen waren entstanden, als am Dienstag hunderte wartende Flüchtlinge eine Polizeiabsperrung durchbrachen. Die Gruppe lief von einem Sammelpunkt, wo sie auf ihre Registrierung warten sollte, etwa einen Kilometer weit auf einer Hauptstraße, bevor die Polizei sie stoppte. Die Beamten setzten Pfefferspray ein. Schließlich wurden die Flüchtlinge mit Bussen in das Registrierungszentrum gebracht.

Seit Jahresbeginn sind schon mehr als 165.000 Flüchtlinge nach Ungarn gekommen. Die meisten von ihnen wollen nach Deutschland oder Österreich weiter. Nach ihrer Ankunft in Ungarn müssen die Flüchtlinge aber zunächst stundenlang auf ihre Registrierung warten. Die Lage am Grenzübergang in Röszke an der Grenze zu Serbien ist seit Tagen angespannt.

afp

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr zum Artikel
Sonderzug aus München
Eine Flüchtlingsfamilie nach der Ankunft am Bahnhof in Celle.

Mehrere hundert Flüchtlinge aus Ungarn sind am Dienstagabend mit einem Sonderzug aus München in Celle eingetroffen. Die Männer, Frauen und Kinder wurden mit Bussen zu einer ehemaligen Kaserne der Bundeswehr in Celle-Scheuen gebracht. 

mehr
Mehr aus Netzwelt
HAZ-Volontäre gewinnen Medienpreis der Architektenkammer

Mit ihrer multimedialen Berichterstattung über die Wasserstadt Limmer haben die Volontäre der HAZ beim Medienpreis der Bundesarchitektenkammer den ersten Platz belegt.

Datenschutz im Netz: Diese Begriffe sollten Sie kennen