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Netzwelt Vodafone muss Zugang zu Kinox.to sperren
Nachrichten Medien Netzwelt Vodafone muss Zugang zu Kinox.to sperren
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16:45 12.02.2018
Das illegale Streaming-Portal Kinox.to stellt seit Jahren Hunderttausende Raubkopien von aktuellen Kinofilmen und Serien online. Quelle: dpa
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München

Vodafone muss dem Druck von Constantin Film nachgeben. Der Netzanbieter darf seinen Kunden im TV-Kabelnetz nicht mehr den Zugriff auf die Seite Kinox.to gewähren. Das berichtet die IT-Seite Golem.de.

Eine Sprecherin des Filmverleihs erklärte gegenüber dem Techportal: „Aufgrund einer von Constantin Film erwirkten einstweiligen Verfügung, die am 1. Februar 2018 vom Landgericht München erlassen wurde, ist Vodafone aufgefordert, die Angebote des Portals Kinox für seine Internetkunden der Vodafone Kabel Deutschland zu sperren.“

Bereits seit Sonntag macht sich die Entscheidung bemerkbar. Wer über einen Vodafone-Zugang Kinox.to aufrufen will, wird auf eine Sperrseite weitergeleitet.

Sobald Zuschauer im TV-Kabelnetz über einen Vodafone-Zugang Kinox.to aufrufen wollen, werden sie auf die Sperrseite weitergeleitet. Quelle: @YoungSocialist

„Vodafone Kabel Deutschland“ will sich bislang nicht zu dieser Entscheidung äußern. Das Filmunternehmen sehe nach dem Bericht von „Golem“ seine urheberrechtlichen Ansprüche durch Dritte verletzt. Constantin Film berufe sich demnach auf ein Urteil des Europäischen Gerichtshofs aus dem April vergangenen Jahres. Der erklärte damals das Streaming aus illegalen Quellen für rechtswidrig.

Die Produzenten aus Frankfurt sind Schwergewichte der deutschen Filmszene. Nach eigenen Angaben haben sie 39 der 100 erfolgreichsten deutschen Filme der letzten 15 Jahre in die Kinos gebracht. Darunter fallen auch Kassenschlager wie die „Fack Ju Göhte“-Reihe. Die zog im Durchschnitt sieben Millionen Zuschauer an.

Dass Constantin Film weder potenzielle Einnahmen noch Zuschauer an die illegale Film-Webseite Kinox.to abgeben will, dürfte da auf der Hand liegen. Bereits im September 2017 konnten zwei Kinox-Betreiber in Pristina festgenommen werden. Die beiden Brüder müssen sich seitdem wegen gewerbsmäßiger Urheberrechtsverletzung und Steuerhinterziehung verantworten. Das Film-Portal ist allerdings nach wie vor online

Von sos/RND

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