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Whatsapp mit Ende-zu-Ende-Verschlüsselung

Mehr Datenschutz Whatsapp mit Ende-zu-Ende-Verschlüsselung

Eine Milliarde Menschen nutzen Whatsapp. Und damit ihre Daten sicher sind, führt der US-Konzern die Ende-zu-Ende-Verschlüsselung für alle Inhalte ein. Ob Gruppenchat oder Telefongespräch, auf die Inhalte haben nur noch die Sender und Empfänger Zugriff. Ermittler dürfte das ärgern.

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Eine Meldung im Whatsapp-Chat informiert Nutzer über die neue Ende-zu-Ende-Verschlüsselung.

Quelle: dpa/RND

Mountain View . Alle Inhalte, die über Whatsapp laufen, sind künftig mit Verschlüsselung geschützt. Der zu Facebook gehörende Kommunikationsdienst mit einer Milliarde Nutzer führte die sogenannte Ende-zu-Ende-Verschlüsselung ein, wie die Gründer Jan Koum und Brian Acton am Dienstag dem US-Magazin "Wired" sagten.

Verschlüsselung durch Programmupdate

Dadurch werden die Texte, Fotos, Videos oder Anrufe nur für die beteiligten Nutzer sichtbar sein – aber auch nicht mehr für Whatsapp selbst. Das werde dadurch erreicht, dass die Nachrichten mit einem "Schloss" gesichert werden. Nur der Sender und der Empfänger der Nachricht haben den entsprechenden "Schlüssel", um diese zu entschlüsseln und zu lesen. "Wenn deine Nachrichten, Fotos, Videos, Sprachnachrichten, Dokumente und Anrufe Ende-zu-Ende verschlüsselt sind, sind sie davor geschützt, in die falschen Hände zu fallen", schreibt Whatsapp in einem Blogeintrag.

Damit es mit der Verschlüsselung klappt, müssen sich die Nutzer noch die aktuellste Version des Messengers herunterladen. Nach dem Update erscheint dann folgende Meldung im Whatsapp-Chat: "Nachrichten, die du in diesem Chat sendest, sowie Anrufe sind jetzt mit Ende-zu-Ende-Verschlüsselung geschützt, was bedeutet, dass weder Whatsapp noch Dritte sie lesen können."

Whatsapp kann die Inhalte dann auch nicht mehr an Sicherheitsbehörden weitergeben. Eine ähnliche Politik von Apple ist der US-Regierung schon lange ein Dorn im Auge.

Der Schritt von Whatsapp dürfte die Spannungen zwischen dem Silicon Valley und Washington weiter verschärfen. Apple lieferte sich jüngst einen Streit vor Gericht mit dem FBI und dem US-Justizministerium, weil der Konzern sich weigerte, beim Aushebeln des Passworts auf einem iPhone zu helfen. Das FBI kam schließlich mit Hilfe eines externen Dienstleisters an die Daten heran, das Verfahren wurde damit hinfällig.

dpa/abr

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