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Pegida-Satire des NDR wird zum Internet-Hit

"Willkommen in Dresden" Pegida-Satire des NDR wird zum Internet-Hit

Mit dem Beitrag "Willkommen in Dresden" landete das NDR-Satiremagazin Extra 3 einen Internet-Hit. Moderatorin Caro Korneli begleitet darin einen Pegida-Demonstrationszug gegen Überfremdung – und stößt damit nicht nur auf Begeisterung.

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Realsatire: NDR-Außenmoderatorin Caro Korneli mischte sich unter die Pegida-Demonstranten.

Quelle: NDR/Screenshot

Es sind Sätze, wie man sie in den vergangenen Monaten öfter in Rundfunkbeiträgen gehört hat. „Sie kommen mit Angst und Verzweiflung und dem Glauben an ein besseres Leben.“ Oder: „Sie alle sind in den letzten Monaten unzählige Kilometer zu Fuß gelaufen. Es wird eine Mammutaufgabe, diese Menschen in unsere Gesellschaft zu integrieren.“

NDR-Außenreporterin Caro Korneli hat diese Sätze jetzt in einem vermeintlichen Nachrichtenbeitrag gesagt – aber nicht etwa wie ihre Kollegen vor dem Hintergrund eines Flüchtlingslagers oder Schlangen wartender Menschen. Für das Satire-Magazin Extra 3 begleiteten Korneli und Kameramann Jan Hendrik Becker eine Dresdner Pegida-Demo gegen Überfremdung.

 

Mit dem bissigen Beitrag „Willkommen in Dresden“ landete das Team einen Internet-Coup: Allein auf Facebook wurde das Video innerhalb eines Tages mehr als 1,5 Millionen Mal aufgerufen, bis zum Nachmittag wurde es 22.000 Mal geteilt. Die Moderatorin und Schauspielerin mischte sich unter die Pegida-Demonstranten und befragte sie dazu, wann sie zum letzten Mal gegessen hätten (Antwort: „gestern“) oder was sie über die Verwüstung ihrer Heimat denken (Antwort: „Es ist schlimm“). Die Befragten wiederum bemerken die spöttische Satire so gut wie gar nicht. Korneli kommentiert: „Es sind eben nicht nur gut ausgebildete Ingenieure, sondern auch Leute, die nicht das Glück hatten, eine Schule zu besuchen.“

Im Netz hat der Beitrag nicht nur Begeisterung ausgelöst. Pegida-Unterstützer schäumen vor Wut und bedrohen die Moderatorin, eine gebürtige Dresdnerin.

Von Sonja Fröhlich

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