Volltextsuche über das Angebot:

2 ° / -8 ° wolkig

Navigation:
Is mir egal ist das neue Supergeil

BVG-Spot geht viral Is mir egal ist das neue Supergeil

Die Berliner Verkehrsbetriebe haben mit ihrem neuen skurrilen Werbevideo einen viralen Hit gelandet. In dem Musikspot singt Kazim Akboga als toleranter Straßenbahnfahrer und Fahrkartenkontrolleur: "Musik laut, is mir egal, Mann macht Umzug, is mir egal".

Voriger Artikel
Gegner wollen AfD mit Mini-Spenden ruinieren
Nächster Artikel
YouTube-Pioniere verabschieden sich

Bild aus dem Video der BVG mit Kazim Akboga.

Quelle: Screenshot

Hannover. Für die meisten Berliner dürfte es eine Neuigkeit sein, dass die Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) so viel durchgehen lassen. Laut Video, das am Freitag innerhalb von vier Stunden bereits mehr als 3000-mal aufgerufen wurde, ist auch Zwiebeln schneiden und mit einem Pferd in die Bahn steigen erlaubt. Nur Schwarzfahren bleibt verboten – "keine Ticket, is nicht egal". Die BVG will damit nach eigener Aussage lediglich aufzeigen, dass sie ein toleranter Betrieb sind. Unter dem Video kündigen sie noch ganz lässig an: "Noch egaler als Kazim und Karl Lagerfeld ist übrigens unsere Facebook-Seite."

Kazim Akboga war mit dem ursprünglichem Lied bereits vor über einem Jahr in den sozialen Netzwerken erfolgreich. Damals besang er sein Leben im neu-hippen Berliner Bezirk Neukölln: "Keine Geld, is mir egal, zweite Mahnung, is mir egal".

Hinter dem neuen Video steht die Agentur Jung von Matt, die auch für Edeka mit den Spots  "Heimkommen" und "Supergeil" schon im Web ordentlich gepunktet hat. Damit ist klar, dass aktuell in der Werbung vor allem auf virale Hits gesetzt wird und diese funktionieren. Bei Twitter gibt es fast ausschließlich Lob für die BVG. Entertainer Jan Böhmermann teilt den Link zu dem Video mit dem Kommentar: "Ok, das ist schon gut!", eine Nutzerin schreibt trocken: "Punkt für Berlin". Und für den Fall eines Shitstorms hatte sich die Agentur auch schon was überlegt. Auf Twitter lässt die BVG selbst verlauten: "Geht nicht viral? Is uns egal!"

Einen Shitstorm hatte die BVG mit dem vor gut einem Jahr ausgerufenen Hashtag #weilwirdichlieben und einem eigenen Twitterkanal eingefahren. Zunächst posteten Bahnfahrer darunter vielmehr Horrorerlebnisse als die gewünschten Nettigkeiten. Durch Schlagfertigkeit der BVG-Leute wurde der Twitterkanal aber schnell äußerst beliebt.

Auch in Hannover zeigen sich die Verkehrsbetriebe werbemäßig kreativ: Seit Kurzem zeigen die männlichen Mitarbeiter der Üstra Bein – in Röcken. Für die Kampagne war die hannoversche Agentur Wenn&Aber zuständig – und erhielt dafür sogar internationale Aufmerksamkeit.

eva

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Netzwelt
HAZ-Volontäre gewinnen Medienpreis der Architektenkammer

Mit ihrer multimedialen Berichterstattung über die Wasserstadt Limmer haben die Volontäre der HAZ beim Medienpreis der Bundesarchitektenkammer den ersten Platz belegt.

Datenschutz im Netz: Diese Begriffe sollten Sie kennen