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Die Roboter brauchen unsere Hilfe

re:publica zu "Arbeit 4.0" Die Roboter brauchen unsere Hilfe

"Arbeit 4.0": Auf der re:publica wurde am Abschlusstag intensiv über die Zukunft der Arbeit gesprochen – und darüber, ob nun alle Angst um ihre Jobs haben müssen. Müssen wir das?

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Ein Roboter malt selbstständig Tweets an eine Wand auf der Digitalkonferenz re:publica in Berlin an. Nehmen sie uns bald die Arbeit weg?

Quelle: Sophia Kembowski/dpa

Berlin. Wie werden wir in Zukunft arbeiten? Es treibt die Menschen um. Und darum war sogar das Bundesarbeitsministerium auf der re:publica mit einem Stand vertreten, verteilte Infomaterial zum Thema "Arbeiten 4.0", Ministerin Andrea Nahles stellte sich Fragen zur digitalen Arbeitswelt. Auch kleine Roboter waren auf der Digitalkonferenz in Berlin-Kreuzberg ausgestellt, ebenso ein Kleid aus dem 3D-Drucker und Brillen, mit denen in virtuelle Realitäten eingetaucht werden konnte.

Computer und Roboter lernen von Menschen

Aber ist es nicht gefährlich, wenn immer mehr Tätigkeiten von intelligenten Maschinen übernommen werden? "Werden die Produktionsmittel uns enteignen?", fragte Mads Pankow, am Abschlusstag der re:publica. Auch wenn die provozierende Frage anderes vermuten lässt: Dem Kulturwissenschaftler und Herausgeber der Zeitschrift "Der Epilog" ist in dieser Frage wenig bange. Zwar könnten Rechner schon jetzt viel schneller und besser rechnen als Menschen, assoziativ denken aber könnten sie nicht, und das werde sich auch in absehbarer Zeit nicht ändern.

"Computer und Roboter können nur das, was wir Ihnen beibringen", betonte Pankow. "Maschinen können super rechnen. Wir können super denken. Helfen wir einander." Um zu illustrieren, wie wenig Angst man seiner Ansicht nach vor Robotern haben müsse, zeigte er unter anderem Bilder von humanoiden Exemplaren, die an einfachen Aufgaben krachend scheitern.

Die Macht der Algorithmen

Dass sich die Organisation von Arbeit in der Zukunft stark verändern wird, bestreitet aber auch Pankow nicht. Schon jetzt zeigten Unternehmen wie der Taxidienst Uber, dass auch Arbeit immer häufiger von Algorithmen gesteuert wird. Pankow prophezeit: "Es wird Menschen geben, die über dem Algorithmus arbeiten und es wird welche geben, die unter dem Algorithmus arbeiten, also seine Anweisungen ausführen."

Auch wird die Frage zu klären sein, was aus der Rendite wird, die Maschinen erwirtschaften. Debatten um Modelle wie das bedingungslose Grundeinkommen werden intensiver geführt werden. Und: "Arbeit wird künftig eher eine gesellschaftliche als eine wirtschaftliche sein."

Die re:publica endete unterdessen am Mittwoch mit einem neuen Besucherrekord: Mehr als 8000 Blogger, Journalisten, Wirtschaftsvertreter, Aktivisten und andere Interessierte waren seit Montag nach Berlin-Kreuzberg gekommen. Im Oktober wird erstmals eine eintägige re:publica in Dublin stattfinden.

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