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Convention Camp Reden über die digitale Zukunft
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12:38 09.11.2011
„Füllt die Zukunft mit kleinen Visionen“: Bestseller-Autor Frank Schätzing. Quelle: Herzog
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Hannover

Zum vierten Mal fand am Dienstag der Zukunftskongress auf dem Messegelände statt. Wie verändert das Internet den Medienalltag? Wie werden wir künftig einkaufen? Ist politische Teilhabe ohne Netzzugang noch möglich? Über diese und andere Fragen aus der digitalen Welt diskutierten die rund 1500 Teilnehmer aus dem In- und Ausland. Stets auf Augenhöhe – denn auf dem Convention Camp gilt das Motto: Jeder hat etwas zu sagen. Und jeder soll dies auch tun.

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An diesem Dienstag wurden in Hannover im Rahmen der Abendveranstaltung des Convention Camps die Web Awards von t3n vergeben. Mit dem neuen Internet-Branchenpreis werden die besten Blogs, Startups und Nachrichten-Seiten gekürt. Vergeben werden die Awards vom t3n Magazin. Die Zeitschrift gehört zu den führenden Publikationen zu Onlinethemen. Über die Preisträger hatten zuvor mehr als 20.000 Teilnehmer im Internet abgestimmt.

Wie Karolin Nelles. Die Anwältin aus Hannover will über „böse Briefe aus dem Internet“ sprechen, und da die Teilnehmer genau das hören wollen, erzählt sie wenig später über Abmahnanwälte, gibt Tipps und Ratschläge, wie sich Betroffene wehren können. „Ich finde es wichtig, andere an meinem Wissen teilhaben zu lassen“, sagt Nelles, die schon im vergangenen Jahr als freie Rednerin ausgewählt wurde.

Auch Vadim Neklyudov hat etwas zu sagen. Er überzeugt bei der Eröffnungsveranstaltung – und teilt anschließend mit den Zuhörern sein Wissen über die automatische Gesichtserkennung auf Fotos im Internet. Ein Redetalent ist der junge Student aus Düsseldorf nicht. Mit einer gelungenen Mischung aus wissenschaftlicher Theorie und Praxisbeispielen zieht er dennoch zahlreiche Teilnehmer an.

Auch in diesem Jahr gibt es auf dem Convention Camp fest engagierte Redner. Einer der Stars unter ihnen ist Frank Schätzing. Der 54-Jährige ist bislang nicht groß als Blogger oder Internetexperte aufgefallen – er bringt als Science-Fiction-Autor aber mit, was an diesem Tag viele umtreibt: Die Lust an der Imagination, wie die Welt von übermorgen aussehen könnte. Schätzing sieht sich nicht als „Zukunftspropheten“, er ermuntert seine Zuhörer aber, die Zukunft „mit kleinen Visionen“ zu füllen.

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Treffpunkt der deutschen Internetszene: Am Dienstag ist das vierte Convention Camp auf dem Messegelände in Hannover gestartet.

Kontroverser wird es bei Gerd Leonhard. Mit seiner These, die digitale Zukunft entstehe in Ländern wie Indien und werde von den Europäern nur empfangen, erntet der selbsternannte Medienfuturist teils heftigen Widerspruch. Hochpolitisch ist auch die Frage, über die der Medienwissenschaftler Prof. Helmut Scherer aus Hannover, der Grünen-Politiker Malte Spitz, der „Stuttgart 21“-Befürworter Sebastian Heinel und Onlinejournalist Richard Gutjahr diskutieren: Politisieren das Internet und Netzwerke wie Facebook die Gesellschaft? Nein, lautet das Fazit nach einer lebendigen Debatte, es erleichtert höchstens die Kommunikation der bereits politisch Aktiven. Alles können das Netz und seine Netzwerke eben doch nicht – auch nicht auf einer Internetkonferenz.

Von Frerk Schenker und Florian Heinz

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Treffpunkt der deutschen Internetszene: Am Dienstag ist das vierte Convention Camp im Convention Center auf dem Messegelände gestartet. 1500 Teilnehmer aus In- und Ausland bieten Vorträge zur digitalen Zukunft. Einer der wichtigsten Referenten ist Autor Frank Schätzing.

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