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ARD-Korrespondent in der Türkei festgesetzt

"Bin Journalist. Ein Problem?" ARD-Korrespondent in der Türkei festgesetzt

Erneut geht die Türkei gegen einen deutschen Journalisten vor. Dem ARD-Korrespondent Volker Schwenck wurde am Dienstagmorgen die Einreise verweigert. Das Auswärtige Amt und die deutsche Botschaft in Istanbul haben sich eingeschaltet.

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Schwenck: Türkei rechtfertigt Einreiseverbot

Darf nicht in die Türkei einreisen: Der ARD-Korrespondent Volker Schwenck.

Quelle: ARD/Alexander Kluge

Istanbul/Stuttgart. Die Türkei hat dem ARD-Korrespondenten Volker Schwenck nach Angaben des Südwestrundfunks (SWR) am Dienstagmorgen die Einreise verweigert. Der Leiter des TV-Büros Kairo sitze seit dem frühen Morgen im Abschieberaum des Istanbuler Flughafens fest, wie ein Sprecher des SWR am Mittag bestätigte. Schwenck wer demnach auf dem Weg zu einer Reportage über Flüchtlinge im türkisch-syrischen Grenzgebiet. Er kam aus Kairo.

"Endstation Istanbul. Einreise in Türkei verweigert. Es sei ein Vermerk an meinem Namen. Bin Journalist. Ein Problem?", schrieb Schwenck am Dienstag gegen 5.30 Uhr im Kurznachrichtendienst Twitter. Gründe seien ihm zunächst nicht genannt worden, hieß es beim SWR. Der Sender sei im Kontakt mit dem Auswärtigen Amt und der deutschen Botschaft in Istanbul.

Schwenck leitet seit mehreren Jahren das ARD-Studio in Kairo. Von dort berichtet er über den gesamten Nahen Osten, auch über Syrien. Bereits mehrfach war er in dem Bürgerkriegsland und dem Grenzgebiet zur Türkei für Dreharbeiten unterwegs.

Zuletzt hatte die Türkei dem Korrespondenten des "Spiegel" die Akkreditierung verweigert. Er musste Mitte März das Land verlassen.

dpa/zys

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