Volltextsuche über das Angebot:

33 ° / 16 ° sonnig

Navigation:
Aigner fordert Aufklärung von Google über "Street View"

Internetdienst Aigner fordert Aufklärung von Google über "Street View"

Im Streit um das „Street View“-Projekt des Internetkonzerns Google hat Bundesverbraucherschutzministerin Ilse Aigner (CSU) das Unternehmen aufgefordert, die Technik in den Google-Autos komplett offenzulegen.

Voriger Artikel
„TV-Blondine" Gottschalk wird 60
Nächster Artikel
Staatsanwaltschaft ermittelt gegen Google wegen "Street View"

In der Kritik: Die Google-Autos mit ihren Scanner und Kameras.

Quelle: dpa

Bundesverbraucherschutzministerin Ilse Aigner (CSU) fordert von Googel Aufklärung über das Street View"-Projekt: „Wir wollen nun genau wissen, welche Instrumente hier wofür im Einsatz sind“, sagte am Dienstag ein Ministeriumssprecher.

Aigner reagierte damit auf einen Bericht der Hannoverschen Allgemeinen Zeitung, wonach die Google-Autos, die seit Jahren durch Deutschland fahren und mit einer 360-Grad-Kamera Haus für Haus fotografieren, die Fassaden der Häuser zusätzlich mit einem Laser abscannen. Es zeige sich einmal mehr, dass niemand genau wisse, welche Daten Google noch erhebe, kritisierte das Ministerium. Behörden würden nur „scheibchenweise“ informiert. Erst am Wochenende war bekannt geworden, dass Google entgegen vorheriger Beteuerungen mit den Autos auch Daten aus privaten Computernetzwerken abgefangen hatte.

Der Hamburger Datenschutzbeauftragte Johannes Caspar hat Google ein Ultimatum gestellt. Er habe den Konzern aufgefordert, bis zum 26. Mai die Festplatten mit den Daten aus privaten Netzwerken der Aufsichtsbehörde zu übergeben, sagte Caspar dieser Zeitung. Falls Google der Forderung nicht nachkomme, drohe ein Bußgeld von bis zu 300 000 Euro.

Auch im Europaparlament regt sich Widerstand. In einer Erklärung beklagen mehrere Abgeordnete der christdemokratischen EVP, der Onlinedienst verletze die Persönlichkeitsrechte „in großem Ausmaß“. „Wir möchten die Firma Google stärker dazu verpflichten, die hohen Datenschutzbestimmungen der EU einzuhalten“, heißt es in dem Papier.

Dirk Schmaler

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr zum Artikel
Internetdienst Streetview
Google-Autos im März 2010 auf der CEBIT Hannover.

Der umstrittene Internetdienst Google Streetview sammelt mehr Daten als bislang angenommen. Die Google-Autos, die Haus für Haus in Deutschland fotografieren und auch persönliche Daten privater WLAN-Netze gespeichert haben, scannen auch Häuserfronten mit Lasern ab.

mehr
Mehr aus Medien
Die Zeitungstitel zum Gina-Lisa-Urteil
Anzeige
Datenschutz im Netz: Diese Begriffe sollten Sie kennen